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Gerüchte um Stellenabbau: Adidas-Chef wiegelt ab | BR24

© picture-alliance/dpa/Daniel Karmann

Firmenemblem der Adidas Group

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    Gerüchte um Stellenabbau: Adidas-Chef wiegelt ab

    Muss am Stammsitz von Adidas in Herzogenaurach jeder zehnte Mitarbeiter gehen? Adidas-Chef Kasper Rorsted will das Gerücht nicht bestätigen. Lieber freut er sich darüber, dass der Sportartikelhersteller weiterhin ein Rekordjahr erwartet.

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    Gerüchte über den Wegfall von 600 Stellen machen seit Wochen die Runde. Nun hat sich erstmals Adidas-Chef Kasper Rorsted dazu geäußert. Er könne die Gerüchte nicht bestätigen, sagte Rorsted am Mittwoch (06.11.19) bei der Vorstellung der neuen Geschäftszahlen. Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller setzt seit längerem auf Digitalisierung und Geschäfte im Internet. Dadurch würden weltweit viele neue Arbeitsplätze entstehen, so Rorsted.

    Jedes Jahr 1.400 Adidas-Mitarbeiter mehr

    Pro Jahr stockt Adidas nach eigenen Angaben sein Personal um rund 1.400 Mitarbeiter auf. Am Stammsitz in Herzogenaurach arbeiten 5.600 Menschen. Zuerst hatten die "Nürnberger Nachrichten" über einen möglichen Stellenabbau in Herzogenaurach berichtet und sich auf Insiderinformationen berufen. Demnach sollen Stellen von Franken nach Indien und Kolumbien verlagert werden.

    Adidas hofft trotz Minus auf Rekordjahr

    Keinen Zweifel ließ der Adidas-Chef hingegen an der Tatsache, dass der Sportartikelhersteller, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, weiterhin gute Geschäfte macht. Zwar musste das Unternehmen im dritten Quartal 2019 ein leichtes Minus beim Gewinn hinnehmen, dennoch rechnet es weiter mit einem Rekordjahr. Die Herzogenauracher hoffen auf ein starkes viertes Quartal, das die leichten Verluste wettmacht.

    Neue Rechnungsstandards kosteten 15 Millionen

    Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres sank der Gewinn bei Adidas um zwei Prozent auf 644 Millionen Euro. Grund hierfür seien unter anderem neue Rechnungslegungsstandards, die Adidas, wie zuvor schon angekündigt, im dritten Quartal 15 Millionen Euro gekostet hatten. Beim Umsatz konnten die Herzogenauracher dagegen um neun Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zulegen.

    Gute Geschäfte in China und Nordamerika

    Am höchsten fällt das Umsatzplus mit 14 Prozent im Nahen Osten, der Türkei, Indien und Afrika aus. Aber auch dem früheren Krisenmarkt Russland konnte Adidas im dritten Quartal deutlich zulegen, ebenso in China und auf dem wichtigsten Sportmarkt der Welt, Nordamerika. Auch auf dem zuletzt schwachen Heimatmarkt Europa wächst Adidas wieder leicht.