Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Geringe Auslastung: Freier Tag in der Schweinfurter Industrie | BR24

© picture-alliance/dpa

Weil die Auslastung zu gering ist, haben mehrere große Firmen in Schweinfurt für heute einen betriebsfreien Tag vereinbart.

15
Per Mail sharen
Teilen

    Geringe Auslastung: Freier Tag in der Schweinfurter Industrie

    In der Schweinfurter Großindustrie stehen die Maschinen heute weitgehend still. Weil die Auslastung derzeit zu gering ist, haben Firmen wie Schaeffler oder Bosch-Rexroth einen freien Tag vereinbart. Betroffen sind tausende Mitarbeiter.

    15
    Per Mail sharen
    Teilen

    Die Auftragslage und die Auslastung sind derzeit zu gering – deshalb haben mehrere große Unternehmen in Schweinfurt für heute einen betriebsfreien Tag vereinbart. Betroffen ist beispielsweise das Wälzlagerunternehmen Schaeffler mit seinen 5.500 Mitarbeitern am Standort Schweinfurt. Ausnahmen gibt es in einzelnen Bereichen wie Produktion, Versand oder Sicherheit.

    Automobilzulieferer kämpfen mit Veränderungen

    Die Schaeffler Gruppe sei wie die gesamte Automobil- und Zulieferindustrie von dem unbeständigen Marktumfeld und dem technologischen Veränderungsdruck betroffen, heißt es in einem Schreiben des Unternehmens.

    Abbau von Überstunden als Maßnahme

    Der Automobilzulieferer habe bereits im Frühjahr Maßnahmen für die deutschen Standorte angekündigt und setze diese schrittweise um. Dazu gehöre beispielsweise die Ausweitung der Schließtage an den Brückentagen und der Abbau von Arbeitszeitkonten. Auch im Eltmanner Schaefflerwerk mit rund 500 Mitarbeitern wird heute weitgehend nicht gearbeitet.

    Brückentag auch bei Bosch-Rexroth in Schweinfurt und Lohr

    Die rund 1.800 Mitarbeiter von Bosch-Rexroth am Standort Schweinfurt arbeiten heute ebenfalls nicht. Als Grund nannte das Unternehmen konjunkturelle Schwächen. Deshalb müssten die Mitarbeiter heute Überstunden abbauen. In einzelnen Bereichen in Schweinfurt gebe es Kurzarbeit, genau wie in der Gießerei in Lohr am Main. Auch dort stehen die Maschinen heute still.

    Auch ZF und SKF sind betroffen

    ZF hat mit seinen Mitarbeitern heute einen sogenannten Verfügungstag vereinbart. Das heißt, dass "gut die Hälfte der 9.400 Mitarbeiter am Standort den Verfügungstag nutzen, um Arbeitszeitkonten abzubauen", heißt es vom Unternehmen auf Anfrage. Aufgrund des veränderten Produktportfolios habe ZF Bereiche, die höher ausgelastet seien, und Bereiche, die weniger ausgelastet seien, heißt es von ZF weiter.

    Im Wälzlagerunternehmen SKF hatte die Geschäftsleitung mit den Mitarbeitern schon Anfang des Jahres für den heutigen Tag einen Brückentag vereinbart. SKF hat laut einer Sprecherin im Augenblick eine gute Auftragslage. Hier sind im Augenblick rund 4.000 Menschen beschäftigt.