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Wirtschaft

Gericht stoppt Rodungen für Tesla-Fabrik | BR24

© picture-alliance/Jörg Carstensen

Es hat sich ausgerodet: Tesla darf für seine neue Fabrik nun doch keine Bäume fällen.

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    Gericht stoppt Rodungen für Tesla-Fabrik

    Der US-Autobauer Tesla muss die Vorarbeiten für seine neue Fabrik in der Nähe von Berlin einstellen. Laut Oberlandesgericht Berlin-Brandenburg dürfen auf dem geplanten Fabrikgelände keine weiteren Bäume gefällt werden - vorerst.

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    Die Rodungsarbeiten auf dem Gelände für die geplante Fabrik des US-Autobauers Tesla in Brandenburg müssen nun doch gestoppt werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Samstagabend bekanntgegeben. Bis auf Weiteres sind alle Baumfällarbeiten auf dem 300 Hektar großen Gelände eingestellt. Grund dafür ist ein Antrag der Grünen Liga Brandenburg.

    Oberverwaltungsgericht gibt Antrag von Umweltschützern statt

    Der Umweltverein war noch am Freitag zusammen mit dem Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) damit gescheitert, mit Eilanträgen die Baumfällarbeiten zu verhindern. Nun hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg dem Antrag jedoch überraschend stattgegeben. Bis über die Beschwerde der Umweltschützer entschieden wird, darf demnach kein weiterer Baum gefällt werden.

    Gericht: Antrag der Grünen Liga nicht aussichtslos

    Laut Gericht ist nicht davon auszugehen, "dass das Rechtsschutzbegehren der Grünen Liga von vornherein offensichtlich aussichtslos" sei. Seit Donnerstag laufen die Rodungsarbeiten.

    Das Landesamt für Umwelt hatte dafür vorzeitig die Erlaubnis gegeben, obwohl noch die Genehmigung für den Bau der Fabrik fehlt. Vom Juli 2021 an will Tesla jährlich bis zu 500.000 Elektro-Autos in Grünheide produzieren.