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Geplante Gutscheinregelung: Bund will notfalls einspringen | BR24

© dpa-Bildfunk/Britta Pedersen

Geplante Gutscheinregelung: Bund will notfalls einspringen

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    Geplante Gutscheinregelung: Bund will notfalls einspringen

    Gutscheine statt Geld zurück - diese Devise hat die Bundesregierung bei Corona-bedingt abgesagten Veranstaltungen ausgegeben. Doch die Regelung stößt auf Kritik. Deshalb will der Bund nun im Streitfall haften.

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    Nach Kritik an den geplanten Gutscheinen für abgesagte Reisen und Kultur- oder Sportveranstaltungen hat die Bundesregierung angekündigt, für die Voucher finanziell einzustehen. "Wir nehmen die Bedenken der Verbraucher sehr ernst. Kein Kunde darf sein Geld verlieren", sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß. "Deshalb wollen wir den Wert der Gutscheine staatlich absichern."

    Hier das Wichtigste zur Corona-Krise

    Verbraucherschützer hatten das Vorhaben zuvor als "Zwangskredite der Verbraucher an die Unternehmen" abgelehnt und eine Rückzahlung der Reisekosten gefordert. Bareiß betonte: "Natürlich müssen die Verbraucher ihr Geld zurückbekommen können, wenn sie den Gutschein nicht einlösen und keine Reise antreten." Deshalb würden die Wertscheine zeitlich begrenzt. "Und für all diejenigen, die es besonders hart trifft und ihr Geld schnell selbst brauchen, wird es eine Härtefallregelung geben", sicherte der CDU-Politiker zu.

    "Auch an die Unternehmen denken"

    Bei abgesagten Reisen und Kultur- oder Sportveranstaltungen sollen die Verbraucher nach dem Willen der Bundesregierung Gutscheine statt einer sofortigen Rückzahlung bekommen. Die Gutscheine sollen bis Ende 2021 befristet sein und für alle Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden. Hat ein Kunde seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Veranstalter ihm den Wert erstatten. Die EU-Kommission muss dieser Lösung im Fall von Reisen und Flugbuchungen allerdings noch zustimmen, da hier EU-weite gesetzliche Regelungen gelten.

    "Die Gutscheine sind in dieser schwierigen Lage ein guter Kompromiss, um die Arbeitsplätze bei den Reiseveranstaltern und Reisebüros zu sichern und gleichzeitig die Kundeninteressen zu wahren", sagte Bareiß. Er verwies darauf, dass wegen der Corona-Krise auch etwa 85.000 Mitarbeiter von Reisebüros und Veranstaltern um ihre Jobs bangten. Zudem würden die Unternehmen schwer belastet: "Es kommt nicht nur kein Geld herein - die bereits verplanten Einnahmen werden nun auf einen Schlag vollständig zurückgefordert", so Bareiß.

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