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Gelungene Integration? Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt | BR24

© Birgit Harprath/BR

Die Integration von Geflüchteten hängt auch davon ab, wie sie Arbeit finden. In Bayern ist das bisher besser gelungen als gedacht, sagt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in einer ersten Bilanz. Das gilt aber nicht für alle Migranten.

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Gelungene Integration? Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt

Die Integration von Geflüchteten hängt auch davon ab, wie sie Arbeit finden. In Bayern ist das bisher besser gelungen als gedacht, sagt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in einer ersten Bilanz. Das gilt aber nicht für alle Migranten.

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IdA – das steht für Integration durch Ausbildung und Arbeit und damit für den Versuch, Geflüchteten nicht nur möglichst schnell zu irgendeinem Job zu verhelfen. Sie sollen außerdem Deutsch lernen, einen Schulabschluss in der Tasche haben, einen Ausbildungsplatz bekommen oder sich weiterbilden. Auch die Wirtschaft hat dafür viel Geld in die Hand genommen.

Bundesagentur für Arbeit: 60 Prozent auf dem Arbeitsmarkt aktiv

Insgesamt haben im Freistaat laut Bundesagentur für Arbeit inzwischen 60 Prozent der Geflüchteten einen Job, machen ein Praktikum oder eine Ausbildung. Unter den Frauen sind es aber nur zehn Prozent. Ralf Holzwarth, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur, nennt die Stellung der Frauen in vielen Herkunftsländern als einen Grund.

"Da ist die Rolle der Frau eine ganz andere und sich dann hier in Deutschland zurecht zu finden, das fällt vielen nicht leicht. Und ohne Unterstützung wird es den meisten überhaupt nicht gelingen." Ralf Holzwarth, Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit

Frauen schneiden wesentlich schlechter ab

In Projekten versucht die Bundesagentur, die Frauen dort abzuholen, wo sie sich am ehesten wiederfinden: Nähkurse zum Beispiel inklusive Kinderbetreuung. "Niederschwellige Angebote" nennt sich das – was den Frauen auf Dauer aber nicht zu einem guten Job verhilft.

"Wir sehen, dass das Niveau, wo die beiden Geschlechter stehen, sehr unterschiedlich ist. Und da müssen wir bei den Frauen mehr investieren als bei den Männern." Ralf Holzwarth, Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit