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Gegen den Corona-Koller: Bierbrauer verkauft "Impfstoff" | BR24

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In Corona-Zeiten verkaufen Brauereien deutschlandweit weniger Bier. Ein junger Brauer hat deswegen ein Bier gebraut, das den Namen "Impfstoff" trägt. Das alkoholische Getränk ist schnell zum Kassenschlager geworden.

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Gegen den Corona-Koller: Bierbrauer verkauft "Impfstoff"

Im vergangenen Jahr haben Brauer deutschlandweit 5,5 Prozent weniger Bier verkauft als 2019. Ein Brauer im Landkreis Bamberg lässt sich davon aber nicht die Laune verderben. Er hat ein Bier gebraut, das in Corona-Zeiten reißenden Absatz findet.

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Von
  • Carlo Schindhelm
  • BR24 Redaktion

Von den ursprünglich 2.000 Dosen Bier ist nichts mehr übrig. Innerhalb von drei Stunden war die gesamte Produktion von David Hertls "Impfstoff"-Bier über den Online-Shop verkauft. So etwas habe er noch nicht erlebt, sagt der Brauer von Frankens derzeit wohl begehrtestem Bier.

Hertl begann in der Küche der Mutter mit Bierbrauen

Seit zwölf Jahren gibt es die kleine Brauerei in Schlüsselfeld bei Bamberg. Hertl hat in der Küche seiner Mutter mit dem Bierbrauen begonnen. Inzwischen ist auch sein Vater Bernd Hertl eingestiegen. Er ist eigentlich Hobby-Winzer und kommt aus der IT-Branche. Sein Vater sei jetzt gleichermaßen Junior- und Seniorchef, sagt David Hertl.

Ein Bier gegen die schlechte Corona-Laune

Im Dezember hatte er - zusammen mit dem Münchner Brauer Dario Stieren - die Idee für die Biersorte "Impfstoff in Dosen". Nach so vielen düsteren Nachrichten zu Corona, hätten die jungen Brauer etwas machen wollen, das den Kunden ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert, so Hertl.

Lieferprobleme wie beim echten Impfstoff

Ähnlich wie beim echten Corona-Impfstoff gibt es allerdings auch beim "Impfstoff" in Dosen derzeit Lieferprobleme. Für März und April verspricht die kleine Brauerei jedoch Nachschub. "Wir können nicht einfach so auf einmal 100 Prozent mehr machen", sagt Hertl. "Das ist auch als Brauer ein riesen Investment und deswegen können wir nur peu à peu liefern."

Ein Experte für starke Biere aus Schlüsselfeld

Den Nachschub soll es dann mit einem höheren Alkoholgehalt geben. Hertl verspricht acht Prozent, derzeit gibt es das Bier mit sechs und 7,5 Prozent Alkohol. Hertl braut gerne starke Biere mit hohem Alkoholgehalt. Andere Sorten tragen Namen wie "Wiskydoppelbock" oder "Motoröl".

Vom jüngsten hochprozentigen Gebräu verspricht sich der Braumeister freilich keinen Impfschutz gegen Coronaviren, wohl aber einen gehörigen Rausch. "Wir als Braumeister empfehlen auch alle vier Stunden eine Dose", scherzt Hertl. Spätestens vier Stunden später habe man dann ein "Ergebnis".

Nächste Charge schon beinahe ausverkauft

Schon jetzt seien 80 Prozent der nächsten Charge vorbestellt. Mit der übernächsten Produktion im April will Hertl der Nachfrage dann endlich gerecht werden.

© BR/Carlo Schindhelm

Der Bierbrauer David Hertl aus Schlüsselfeld bei Bamberg hat mit seinem "Impfstoff" ein Bier gebraut, das in der Corona-Pandemie reißenden Absatz findet.

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