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Gebäudesanierung, E-Mobilität: Diese Steuervorteile kommen 2020 | BR24

© Rigobert Kaiser, BR

Die Bundesregierung möchte die energetische Sanierung von Gebäuden und E-Mobilität attraktiver machen. Diese Steuervorteile kommen 2020.

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Gebäudesanierung, E-Mobilität: Diese Steuervorteile kommen 2020

Im Jahr 2020 soll sich so einiges im Steuerrecht zugunsten des Klimaschutzes ändern: Besonders bekannt ist die CO2-Steuer und die sinkende Mehrwertsteuer auf Bahntickets. Diese weiteren Steuerentlastungen sollten Sie kennen.

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Bereits 2016 hat die Bundesregierung das ehrgeizige Ziel beschlossen, Deutschland solle im Jahr 2050 klimaneutral sein. Vor dem Jahreswechsel wurde deshalb noch das Klimaschutzpaket verabschiedet, das als prominenteste Beschlüsse die Reduzierung der Mehrwertsteuer für Bahntickets, die Einführung einer CO2-Steuer und die Erhöhung der Pendlerpauschale beinhaltet. Weniger bekannt sind allerdings die folgenden Neuerungen im Steuerrecht.

Steuerentlastung für energetische Sanierung

Zum Jahreswechsel wird beispielsweise die energetische Sanierung von Immobilien umfassender gefördert.

"Zu solchen Maßnahmen zählt Wärmedämmung an Wänden, Dachflächen, neue Fenster, neue Türen und auch digitale Systeme, wobei dann das Haus auch energetisch optimiert wird, und auch eine neue Heizung." Tobias Gerauer von der Lohnsteuerhilfe Bayern

Als steuerrechtlich maximale Obergrenze erkennt das Gesetz pro Objekt 200.000 Euro an. 20 Prozent davon kann man von der Steuer absetzen. Die meisten Immobilienbesitzer dürften bei energetischen Sanierungen nicht auf so hohe Kosten kommen. 50.000 Euro sind aber schnell erreicht, wenn man zum Beispiel Fenster und Heizung austauscht. In diesem Fall können dann also 10.000 Euro über drei Jahre verteilt, direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Steuerliche Förderung von E-Mobilität

Nicht ganz so spektakulär sind die Beschlüsse bei der steuerlichen Förderung der E-Mobilität. Hier werden bereits bestehende Maßnahmen verlängert: Wer einen E-Dienstwagen auch privat nutzt, muss monatlich nur ein halbes Prozent des Listenpreises versteuern. Diese Regelung galt bislang nur bis Ende 2021. Und das wurde jetzt verlängert bis Ende 2030. Bei E-Autos, die brutto weniger als 40.000 Euro kosten, ist es nur ein Viertel Prozent pro Monat. Verlängert wurden auch die Fördermaßnahmen für betriebliche Fahrräder und das Aufladen von E-Fahrzeugen – nicht nur auf dem Betriebsgelände.

"Es geht sogar so weit, dass der Arbeitgeber für zuhause eine Ladestation für das Auto zur Verfügung stellen kann. Und auch dafür muss man keine Steuern bezahlen." Tobias Gerauer von der Lohnsteuerhilfe Bayern

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