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Gaspreis steigt im kommenden Jahr für viele Verbraucher | BR24

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Die Preise für Gas gehen im kommenden Jahr in die Höhe.

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    Gaspreis steigt im kommenden Jahr für viele Verbraucher

    In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise für Gas kontinuierlich gesunken. Doch zum Jahreswechsel heben einige Grundversorger die Preise für Gas an. Das Heizen in einem Einfamilienhaus könnte dann fast 100 Euro mehr kosten.

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    Wegen höherer Kosten für die Beschaffung wird zum Jahreswechsel das Gas teurer. Das teilte das Vergleichsportal Verivox am Freitag mit. Bislang kündigten demnach 224 von 710 Grundversorgern für Dezember und Januar Preiserhöhungen von im Schnitt 7,7 Prozent an. Allerdings senken auch elf Versorger ihre Preise, um durchschnittlich 9,3 Prozent.

    In den letzten Jahren wurde das Gas immer billiger

    In den vergangenen fünf Jahren waren die Preise für Gas kontinuierlich gesunken. Mit dem anstehenden Anstieg kostet das Beheizen eines Einfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden nach Berechnungen des Portals im kommenden Jahr rund 97 Euro mehr.

    Der Online-Vergleichsanbieter Check24 kommt für den selben Verbrauch sogar auf 111 Euro im Jahr. Diesem Portal zufolge seien etwa 1,8 Millionen Haushalte in Deutschland betroffen.

    Die Versorger geben die Kosten an die Kunden weiter

    Der Grund: Die Einfuhrpreise für Erdgas, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle misst, seien in den vergangenen zwei Jahren um rund 40 Prozent gestiegen, so Verivox. Die Versorger geben diese Kosten an ihre Kunden weiter.

    Ähnlich sieht es bei den Börsenpreisen für Erdgas aus, die das Statistische Bundesamt erhebt. Auch hier legten die Preise zwischen September 2016 und September 2018 um rund 38 Prozent zu. Allein zwischen März und Oktober dieses Jahres lag der Anstieg bei rund 50 Prozent.

    Gas aus Russland macht Preise stabiler

    Dass nicht noch viel mehr Versorgungsunternehmen ihre Preise erhöhen, ist auf langfristige Lieferverträge vor allem mit Russland zurückzuführen. "Die Gasversorger haben ganz unterschiedliche Einkaufsstrategien und Lieferverträge", hieß es bei Verivox. Sollte sich das hohe Preisniveau für Importgas jedoch verfestigen oder weiter steigen, würden diese Unternehmen nachziehen. "Bislang haben hauptsächlich kleine und mittelgroße Versorger an der Preisschraube gedreht", erklärte ein Check24-Experte.