Ein Mitarbeiter einer Sanitär- und Heizungsbaufirma installiert eine moderne Gasbrennwerttherme in einem Einfamilienhaus.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Jan Woitas

Wohl kein endgültiges Aus für Gasheizungen: Moderne Systeme, die bestimmten Anforderungen genügen, sollen weiter erlaubt bleiben.

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Gasheizung: Moderne Geräte dürfen wohl bleiben

Ab 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen. Es scheint dabei aber nicht mehr nur um strombetriebene Wärmepumpen zu gehen, auch neue Formen der Gasheizung wären möglich.

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In der Heizungsbranche hält man es für möglich, dass neue Gasheizungen ab 2024 erlaubt bleiben, sofern sie sich teilweise mit Wasserstoff betreiben lassen. Dafür müssen sie "H2-ready" sein oder als "Grüne-Gase-ready" auch mit Biogas laufen. Diese Anforderungen sind bei Neugeräten inzwischen Standard. Weitere Voraussetzung könnte sein, dass Gasnetzbetreiber sich zumindest zu einer Einspeisung von grünem Wasserstoff oder von Biogas bereiterklären, wie etwa die Münchener Stadtwerke.

Auch Bundeswirtschaftsminister Habeck technologieoffen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) kann sich auch Gas-Hybrid-Anlagen in Verbindung mit elektrischen Wärmepumpen vorstellen, die dann vielleicht noch mit Solarenergie unterstützt werden. Die bundeseigene Förderbank KfW fördert außerdem die seltene Brennstoffzellen-Heizung, die mit Hilfe von Erdgas Wasserstoff produziert, dabei Strom erzeugt und gleichzeitig Wärme abgibt. Daneben bleiben Holz-Pellets und Hackschnitzel mögliche Brennstoffe.

Alles das wird im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) stehen, das bereits überarbeitet wird und im April ins Bundeskabinett soll, um vor der Sommerpause den Bundestag zu passieren.

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