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Gas- und Stromkunden sparen viel Geld mit Lieferantenwechsel | BR24

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Bundesnetzagentur: Lieferantenwechsel gegen hohe Strompreise

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Gas- und Stromkunden sparen viel Geld mit Lieferantenwechsel

Viele Verbraucher in Deutschland bezahlen nach Berechnungen der Bundesnetzagentur zu viel für Strom und Gas. Der Grund: Sie sind immer noch im teuren Grundversorgungstarif. Ein Wechsel kann Geld sparen.

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Mehr als ein Drittel der Haushaltskunden wurden im vergangenen Jahr nach einem Grundversorgungstarif mit Strom und Gas versorgt. Hier sind die Preise aber sehr hoch, stellen Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt in ihrem neuen Monitoringbericht fest. Für Haushaltsstrom in der Grundversorgung lag demnach zum Stichtag 1. April 2020 der Durchschnittspreis bei 33,8 Cent je Kilowattstunde.

Stromanbieter-Wechsel spart 90 Euro und mehr

Dabei ließe sich kräftig sparen - schon durch einen anderen Vertrag beim örtlichen Stromversorger, sagt die Bundesnetzagentur. Das größte Sparpotenzial gebe es bei einem Wechsel zu einem Wettbewerber des örtlichen Lieferanten. Da liege der Durchschnittspreis pro Kilowattstunde bei 31,2 Cent. "Für einen Haushaltskunden mit einer jährlichen Abnahme von 3.500 Kilowattstunden ergibt das eine durchschnittliche Ersparnis bei den Stromkosten von rund 90 Euro pro Jahr", so die Behörde. Sonderbonifikationen wie Bonuszahlungen für Neukunden könnten diese Ersparnis von rund acht Prozent noch deutlich erhöhen.

Gasanbieter-Wechsel spart 240 Euro und mehr

Für Gaskunden gebe es aufgrund der größeren Mengen, die vor allem fürs Heizen benötigt werden, meist noch größere Einsparpotenziale. Auch hier sei der Grundversorgungsvertrag mit 6,99 Cent pro Kilowattstunde die teuerste Belieferungsart. Bei den Alternativanbietern habe der Gas-Durchschnittspreis nur 5,96 Cent je Kilowattstunde betragen. Durch einen Wechsel hätte ein Haushalt 240 Euro im Jahr sparen können, rechnet die Netzagentur vor. Auch in diesem Fall könnten Wechselprämien dazukommen.

Viele Kunden scheuen Wechsel

Dass viele Haushalte den teuren Tarifen treu bleiben, hat verschiedene Gründe, meint Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW.

  • Für Verbraucher mit einem Schufa-Eintrag sei ein Wechsel nur bei wenigen Anbietern möglich.
  • Es gebe aber auch Kunden, die sich durch die Formalitäten des Wechsels überfordert fühlten oder durch Insolvenzen von Anbietern abgeschreckt seien.
  • Andere "wollten eigentlich schon längst mal wechseln, aber haben es noch nicht angepackt".
  • Stadtwerke hätten aber auch Kunden, die bewusst ihrem traditionellen Versorger treu blieben, weil er Schwimmbäder, Vereine oder den Nahverkehr unterstützt.

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