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Galeria Karstadt Kaufhof: Insolvenzverfahren beendet | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Oliver Berg

Das Insolvenzverfahren bei Galeria Karstadt Kaufhof ist beendet. Der geschrumpfte Warenhauskonzern will mehr im Internet verkaufen.

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    Galeria Karstadt Kaufhof: Insolvenzverfahren beendet

    Vor sechs Monaten musste der letzte deutsche Warenhauskonzern Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. Nun will er neu durchstarten. Doch mehr als 40 Warenhäuser und zahlreiche Arbeitsplätze bleiben bei der Sanierung auf der Strecke.

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    Gläubiger verzichten auf mehr als zwei Milliarden Euro

    Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) kann durchstarten. Das Amtsgericht Essen hob am Mittwoch die Insolvenzverfahren für den Warenhauskonzern und seine Tochterunternehmen Karstadt Sport, Karstadt Feinkost, Le Buffet und Dinea auf, wie ein Justizsprecher mitteilte. Die Gläubiger hatten zuvor den von der Unternehmensführung ausgearbeiteten Insolvenzplänen zugestimmt und damit auf Forderungen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro verzichtet.

    Schließung von mehr als 40 Warenhäusern

    Für tausende Mitarbeiter bedeutet die Neuaufstellung allerdings den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Denn die Sanierungspläne sehen die Schließung von mehr als 40 Warenhäusern vor. Fast 130 Kaufhäuser und mehr als 16 000 Arbeitsplätze bleiben aber erhalten.

    "Galera Karstadt Kaufhof ist ab 1. Oktober schuldenfrei und hat eine starke Kapitalbasis. Es waren harte Wochen für uns alle, insbesondere für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jetzt aber schauen wir nach vorn." Miguel Müllenbach, Galeria Karstadt Kaufhof GKK

    Neue Strategie: Regional und digital

    Die GKK-Unternehmensführung blickt nun mit Optimismus in die Zukunft. Der Warenhausriese wolle sich künftig bei seinem Angebot mehr an den lokalen und regionalen Gegebenheiten der Standorte ausrichten und außerdem viel digitaler werden. In diesem Bereich sei GKK in der Vergangenheit viel zu langsam und altbacken gewesen.

    Galeria Karstadt Kaufhof hatte Anfang April im Zuge der Corona-Krise Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Der ohnehin angeschlagene Konzern war durch die coronabedingte vorübergehende Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten. Nun soll der Konzern nach den Plänen der Geschäftsführung zum "vernetzten Marktplatz der Zukunft" werden.

    Nur fünf Prozent Umsatz im Internet

    Die Aufgaben auf dem Weg dorthin sind allerdings beträchtlich. Denn Galeria Karstadt Kaufhof leidet nicht nur unter der Corona-Krise. Schon vor der Pandemie machten der Siegeszug des Onlinehandels und die seit Jahren sinkenden Besucherzahlen in den Innenstädten dem Konzern zu schaffen. Der Warenhausriese selbst macht bislang nicht einmal fünf Prozent seiner Umsätze im Internet. Der Nachholbedarf auf diesem wichtigen Wachstumsmarkt ist groß