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Fußgänger im Straßenverkehr am stärksten gefährdet | BR24

© BR/Gabriel Wirth

Fußgänger sind laut einer Studie der Allianz im Straßenverkehr besonders gefährdet. Vergangenes Jahr kamen in Deutschland 457 von ihnen ums Leben, mehr als die Hälfte davon ältere Menschen über 64 Jahre. Dabei ließen sich viele Unfälle vermeiden.

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Fußgänger im Straßenverkehr am stärksten gefährdet

Fußgänger sind laut einer Studie der Allianz im Straßenverkehr besonders gefährdet. Vergangenes Jahr kamen in Deutschland 457 von ihnen ums Leben, mehr als die Hälfte davon ältere Menschen über 64 Jahre. Dabei ließen sich viele Unfälle vermeiden.

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Die Daten der Allianz zeigen, dass Fußgänger pro zurückgelegtem Kilometer am häufigsten verunglückten - noch häufiger als Fahrradfahrer. In Deutschland lag der Anteil der Fußgänger an den im Straßenverkehr getöteten Menschen im vergangenen Jahr demnach bei 14 Prozent. 457 Fußgänger kamen ums Leben, rund 30.000 wurden verletzt. Die meisten Opfer gibt es in Ortschaften am Tag, am häufigsten wenn sie eine Straße überqueren. Meist trifft die Fußgänger dabei keine Schuld, sondern die Autofahrer, weil sie zu schnell fahren oder unaufmerksam sind.

Gefahr durch Autos, die rückwärts fahren

Wenn Fußgänger Schuld sind, dann weil sie unter anderem abgelenkt werden, durch Musik hören oder Textnachrichten auf dem Smartphone schreiben. Die Allianz-Studie zeigt zudem, dass vor allem von Autos eine Gefahr ausgeht, die rückwärts fahren, zum Beispiel beim Ein- und Ausparken. Etwa jeder vierte von der Allianz untersuchte Unfall entfalle dabei auf Rückwärtsfahrunfälle, erklärt der Leiter des Allianz Zentrums für Technik, Christoph Lauterwasser.

„Und hier gibt es eine Möglichkeit durch automatische Nothaltsysteme, solche Unfälle zu vermeiden. Da sehen wir viel Potenzial in der Sicherheit im Straßenverkehr.“ Christoph Lauterwasser, Allianz Zentrum für Technik

Zahlreiche Neuwagen haben bereits solche Sicherheitssysteme, aber eben nur für vorne, im Frontbereich.

Allianz sieht Gefahr durch E-Scooter

Eine zusätzliche Gefahr sieht Lauterwasser in der Einführung von E-Scootern. Diese sollten seiner Meinung nach nicht auf Bürgersteigen, sondern nur auf Radwegen erlaubt werden. Auch empfiehlt er eine Altersgrenze von 15 Jahren und nicht wie derzeit vorgesehen von zwölf Jahren. Die Allianz schätzt die Kosten für Fußgängerunfälle auf mehr als zwei Milliarden Euro jährlich.