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Fujitsu in Augsburg
© BR/Johannes Hofelich
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Fujitsu in Augsburg

Es waren lange Verhandlungen, aber nun ist es offiziell: Der Fujitsu-Standort in Augsburg wird bis September nächsten Jahres endgültig geschlossen. Im Augsburger Werk arbeiten aktuell etwa 1.400 Mitarbeiter. Die "Personalrestrukturierung" wird ab September dieses Jahres schrittweise beginnen. Ein Sozialplan sieht vor, dass der Stellenabbau vorrangig durch einvernehmliche Vertragsbeendigungen einschließlich einer Übertrittmöglichkeit in eine Transfergesellschaft erfolgt. Außerdem soll es Abfindungen geben.

Fujitsu will neuen Standort aufbauen

Wie es aus Unternehmenskreisen heißt, sehe man die Verhandlungsergebnisse mit einem weinenden und auch einem lachenden Auge. Denn im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens in Deutschland will Fujitsu einen neuen Standort im Wirtschaftsraum Augsburg aufbauen. Bis zu 350 der aktuell 1.400 Mitarbeiter könnten dorthin übernommen werden. Weitere Details dazu sollen noch kommuniziert werden.

Fortbildungsmöglichkeiten für die Fujitsu-Mitarbeiter

Der Betriebsratsvorsitzende Peter Wagner sagte dem BR, dass er sich freue, dass Arbeitsplätze im Raum Augsburg erhalten werden können. Außerdem gebe es die Möglichkeit, dass Mitarbeiter sich weiter fortbilden und für andere Aufgaben qualifizieren können. Die Mitarbeiter wurden heute über die Verhandlungsergebnisse informiert. Am 30. April soll es dann noch eine Mitarbeiterversammlung und Informationsveranstaltungen für die Beschäftigten geben, um die Rahmenbedingungen und den Sozialplan im Detail zu erläutern.

Fujitsu plant weltweit neue Unternehmensstruktur

Vor einem halben Jahr hatte der japanische Computerhersteller Fujitsu eine neue weltweite Unternehmensstruktur und Änderungen beim Produktgeschäft angekündigt. In diesem Zusammenhang hatte die japanische Firma angekündigt, die Aktivitäten in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung und Logistik in Deutschland auslaufen zu lassen und den Standort Augsburg bis spätestens September 2020 vollständig zu schließen.