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Fünf Jahre Minuszinsen | BR24

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Vor fünf Jahren führte die Europäische Zentralbank einen negativen Zins für die Banken ein, die bei der Notenbank über Nacht ihre überschüssige Liquidität parkten. Zunächst verlangte die EZB minus 0,1 Prozent als Strafzins, mittlerweile 0,4 Prozent.

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Fünf Jahre Minuszinsen

Vor fünf Jahren führte die Europäische Zentralbank einen negativen Zins für die Banken ein, die bei der Notenbank über Nacht ihre überschüssige Liquidität parkten. Zunächst verlangte die EZB minus 0,1 Prozent als Strafzins, mittlerweile 0,4 Prozent.

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7,5 Milliarden Euro zahlen Europas Banken pro Jahr wegen des Strafzinses an die EZB. Gleichzeitig erhalten die Banken von der FED 38 Milliarden Zinsen gutgeschrieben, rechnet der Bundesverband Deutscher Banken vor und beklagt eine enorme Wettbewerbsverzerrung. Sparkassen und Genossenschaftsbanken trifft es besonders hart. Sie leben vom klassischen Bankgeschäft des Sparens und Geldverleihens und wurden, weil sie mit der Finanzkrise nichts zu tun haben, mit Geld geradezu überschwemmt. Die meisten geben den Strafzins nicht an ihre Kunden weiter. Nur Kunden mit über einer Million Euro kann es treffen.

Sparen ad absurdum geführt

Es würde den Sinn des Sparens ad absurdum führen, wenn man dafür Geld verlangen würde, sagte schon vor Jahren Bayerns Sparkassenpräsident Ulrich Netzer. Wegen der extremen Zinspolitik haben aber die meisten Banken und Sparkassen als Ausgleich ihre Kontogebühren angehoben. Sie fordern eine rasche Abschaffung des Minuszinses, doch aus der EZB kommen keine Signale für einen solchen Schritt.