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Führende Ökonomen fürchten Neuauflage der Eurokrise | BR24

© dpa/picture alliance

Kommt die Eurokrise 2.0?

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    Führende Ökonomen fürchten Neuauflage der Eurokrise

    Die Eurozone steht nach Einschätzung führender Ökonomen vor einer Zerreißprobe. Die Verschuldung erreicht einen neuen Rekord. Experten diskutieren bereits einen Schuldenschnitt.

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    "Es besteht das Risiko einer Euro-Krise 2.0", sagte Lars Feld, Vorsitzender der Wirtschaftsweisen, der "Welt am Sonntag". Die Europäische Zentralbank würde mit dem Ankauf von Staatsanleihen die Märkte zwar stabilisieren, doch das sei auch kritisch. Vor allem die Schuldenlast Italiens sei besorgniserregend. "Das kann sehr gut eine neue Staatsschuldenkrise wie zwischen 2010 und 2012 auslösen", warnte Paul de Grauwe, Ökonom an der London School of Economics.

    EZB wird zum Ausputzer

    In den Augen des Chefvolkswirts der Commerzbank, Krämer, wird die EZB immer mehr zum finanzpolitischen Ausputzer. Die Reformbereitschaft der Politiker werde dadurch eingeschläfert. Ökonomen sehen in einem Schuldenschnitt eine mögliche Lösung. Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, warnt aber auch vor den Lasten eines solchen Vorgehens. Ein Schuldenschnitt müsse so organisiert werden, dass keine Bankenkrise folge. "Allerdings: Irgendjemand muss die Lasten tragen," so Fuest.

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