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FTI-Touristik beendet Kreuzfahrten und Sprachreisen | BR24

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Auch Kreuzfahrten sind durch die Coronakrise stark betroffen: FTI Touristik zieht jetzt die Reißleine

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    FTI-Touristik beendet Kreuzfahrten und Sprachreisen

    Deutschlands größter Reisekonzern TUI kündigte kürzlich Stellenabbau an. Nun zieht die Nummer drei der Branche in der Coronakrise nach: der Münchner Veranstalter FTI möchte Geschäftsbereiche schließen – etwa die Kreuzfahrt.

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    Ende Oktober ist Schluss für das einstige Traumschiff aus der ZDF-Serie. Danach wird die "MS Berlin" nicht mehr unter der Flagge von FTI fahren. Was aus dem einzigen Kreuzfahrtschiff des Veranstalters dann wird, sei noch unklar, heißt es bei dem Münchner Konzern.

    Angeblich rund 350 Jobs gefährdet

    Dem Sparkurs wird auch LAL Sprachreisen zum Opfer fallen, vor knapp 40 Jahren eine Keimzelle von FTI. Ebenfalls einstellen will der Reiseveranstalter das Flugportal fly.de sowie ein Service-Center für telefonische Beratung. Darüber hinaus sollen Stellen im restlichen Konzern gestrichen werden. Ziel ist es, 20 Prozent der Personalkosten einzusparen. Insidern zufolge sollen rund 350 der derzeit 1.800 Arbeitsplätze wegfallen.

    Keine schnelle Erholung erwartet

    Bisher hatten die Münchner auf Kurzarbeit und Gehaltsverzicht gesetzt. Doch das reiche nicht aus, um die Zukunft zu sichern, meint FTI-Chef Dietmar Gunz. Er rechnet damit, dass sich die Reisebranche nur sehr langsam normalisieren wird. FTI ist besonders in Ägypten und der Türkei stark, Länder also für die immer noch eine Reisewarnung besteht. Im Zuge der Coronakrise wurde der Münchner Konzern mehrheitlich von dem Ägypter Sawiris übernommen und erhielt bereits Staatshilfe.

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