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Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer | BR24

© BR/Birgit Harprath

Die berufliche, wirtschaftliche und soziale Situation von Frauen ist nach wie vor schlechter als die der Männer. So das Ergebnis einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Doch es bewegt sich was.

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Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer

Die berufliche, wirtschaftliche und soziale Situation von Frauen ist nach wie vor schlechter als die der Männer. So das Ergebnis einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Doch es bewegt sich was.

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Heim und Herd statt Betrieb oder Behörde: Frauen sind immer noch seltener erwerbstätig als Männer – aber die Lücke schließt sich. Laut Report beträgt sie aktuell acht Prozent – vor einigen Jahren war sie fast dreimal so groß. Beide Geschlechter kommen im Schnitt auf mehr als 7,5 Stunden Gesamtarbeitszeit pro Wochentag.

Frauen arbeiten häufig, ohne Geld dafür zu bekommen

Doch bei Frauen ist nicht ganz die Hälfte davon unbezahlt, weil sie sich mehr als die Männer um Kinder, zu pflegende Angehörige oder den Haushalt kümmern. Und das nach der bezahlten Arbeit, die für sie deshalb oft ein Teilzeitjob bedeutet. Auch sind weibliche Beschäftigte öfter als männliche am Samstag oder Sonntag im Einsatz –also dann, wenn der Partner sich zum Beispiel um den Nachwuchs kümmern kann.

Typische Frauenberufe sind oft schlechter bezahlt

Wenig getan hat sich bei der Berufswahl junger Frauen. Die Mehrheit von ihnen entscheiden sich für das, was sich "typisch weiblich" nennt, also eine Arbeit in der Pflege, im Erziehungs- oder Gesundheitswesen. Da das Lohnniveau in diesen Jobs unter dem in technischen Berufen liegt, schließt sich die Einkommenslücke laut Report nur langsam.

Eine bessere Kinderbetreuung könnte helfen

Dabei sind Frauen in der Regel besser in der Erstausbildung aufgestellt als Männer. Im Vergleich haben mehr von ihnen ein Abitur oder einen Realschulabschluss in der Tasche. Doch das nutzen sie nicht für ein Studium – da liegen nach wie vor die Männer vorn.

Die Autoren der Böckler- Studie haben Empfehlungen parat: noch mehr Investitionen in die Ganztagsbetreuung von Kindern und mehr Anreize für Männer, sich um Nachwuchs und die Pflege von Angehörigen zu kümmern.