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Immer häufiger wird er zur Sackgasse, statt zum Sprungbrett: Der Niedriglohnsektor. Wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich für einen Niedriglohn arbeiten, und was das eigentlich für den Geldbeutel bedeutet? #fragBR24

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#fragBR24💡 Gehöre ich zum Niedriglohnsektor?

Immer häufiger wird er zur Sackgasse, statt zum Sprungbrett: Der Niedriglohnsektor. Wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich für einen Niedriglohn arbeiten, und was das eigentlich für den Geldbeutel bedeutet.

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Während der Coronapandemie haben sich viele Jobs als systemrelevant entpuppt. Weil unsere Gesellschaft ohne sie nicht auskommt, steht deren Entlohnung gerade besonders im Fokus. Vorneweg das Gesundheitswesen, aber zum Beispiel auch Wirtschaftszweige wie die Nahrungsmittelindustrie, der Einzelhandel oder die Transportbranche.

Interessanterweise ist in diesen Branchen der Anteil der Beschäftigten mit niedrigen Löhnen besonders hoch: Fast dreißig Prozent sind es laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Doch was heißt das genau?

Deutschland - bei Niedriglöhnen EU-Spitzenreiter

Insgesamt muss deutschlandweit fast jeder vierte Beschäftigte mit einem Lohn auskommen, der in den sogenannten Niedriglohnsektor fällt. Damit liegt die Bundesrepublik deutlich über dem Durchschnitt der europäischen Länder. Kein anderes EU-Land mit vergleichbarer Wirtschaftsleistung kommt auf einen ähnlich großen Niedriglohnsektor.

Zum Niedriglohnsektor zählt, wer als sozialversicherungspflichtig Beschäftigter weniger als zwei Drittel des mittleren Einkommens verdient. Diese Schwelle liegt in Deutschland laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei 2.267 Euro brutto (2019).

Niedriglohn: Sprungbrett oder Sackgasse?

Im Zuge der Hartz-IV-Reformen sollte der Niedriglohnsektor Menschen aus der Arbeitslosigkeit holen. Das Versprechen: Ein Sprungbrett für bessere Jobs und Löhne. Doch Studien zeigen: Immer mehr Menschen bleiben über Jahre hinweg im Niedriglohnsektor, anstatt aufzusteigen.

Das ist die sogenannte "Niedriglohnfalle". In sie tappen vor allem Frauen, Alleinerziehende und junge Erwachsene ohne Abschluss und Berufserfahrung. Viele arbeiten nur in Teilzeit.

Böses Erwachen im Rentenalter

Die Gefahr: Niedrige Löhne bedeuten niedrigere Rentenansprüche im Alter. Trotz Arbeit sind viele Menschen später auf staatliche Hilfe angewiesen, ihnen droht Altersarmut.

Lob, Klatschen, schöne Worte. Reicht das? Was die Betroffenen fordern und was Arbeitgeber und Politik tun – Am Mittwoch (21.10.) in der Münchner Runde um 20:15 Uhr im BR Fernsehen und hier bei uns im Livestream.

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