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Flughafen München: Dritte Startbahn kostete bisher 236 Millionen | BR24

© picture alliance/chromorange

Ein Panorama vom Flughafen München, im Vordergrund die südliche Startbahn

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    Flughafen München: Dritte Startbahn kostete bisher 236 Millionen

    Der auf Eis gelegte Bau einer dritten Startbahn auf dem Münchner Flughafen kostete bisher schon fast eine Viertelmilliarde Euro. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hätten Grundstücke und Gerichtsverfahren bereits 236 Millionen Euro gekostet.

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    • BR24 Redaktion

    Die dritte Startbahn am Münchner Flughafen, deren Bau derzeit auf Eis liegt, hat bereits fast eine Viertelmilliarde Euro gekostet. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich auf Zahlen der Flughafen München GmbH. Demnach sind 236 Millionen Euro aufgelaufen, seit die Betreiber-Gesellschaft die Erweiterung 2005 beschlossen hat.

    Ein Großteil des Geldes ist in den Kauf von Grundstücken geflossen. Außerdem wurden Genehmigungs- und Gerichtsverfahren finanziert. Der Mehrheitseigentümer, der Freistaat Bayern, hatte das Projekt vergangene Woche für erst einmal beendet erklärt. Ministerpräsident Söder nannte es illusorisch, in den kommenden acht bis zehn Jahren eine dritte Startbahn zu bauen.

    Söder legt Bau der Startbahn bis mindestens 2028 auf Eis

    Söder kündigte in einer Rede auf der CSU-Fraktionsklausur in München an, in seiner Amtszeit werde die Startbahn nicht mehr kommen. Da Söder voraussichtlich eine weitere Legislaturperiode als Ministerpräsident anpeilt, könnten die Planungen also bis mindestens 2028 auf Eis gelegt werden.

    Bei der anschließenden Pressekonferenz betonte der Ministerpräsident, der Flugverkehr verändere sich derzeit grundlegend - gerade wegen der Corona-Krise. Es sei gegenwärtig eine Herausforderung, in München überhaupt eine Startbahn aufrechtzuerhalten, "geschweige denn die zweite oder gar eine dritte".

    Freie Wähler fordern endgültiges Aus für die dritte Startbahn

    Als Reaktion fordern die Freien Wähler (FW) ein endgültiges Aus für eine dritte Startbahn. Zum "vollständigen Aus" gehöre es, das Projekt aus dem Landesentwicklungsprogramm zu streichen, sagte der FW-Fraktionschef im Landtag, Florian Streibl, dem "Münchner Merkur". "Wir werden dies in der Bayernkoalition aktiv vorantreiben und beim Koalitionspartner dafür werben, unserer Haltung zu folgen."

    Mit Material von dpa und lby

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