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Flugbegleiter streiken weiter - München erneut stark betroffen | BR24

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Auch heute kommt es in Folge des Ausstands zu Flugausfällen bei der Lufthansa. Am Wochenende sind Gespräche von Lufthansa und UFO geplant. UFO fordert unter anderem einen besseren Zugang von Saisonkräften zu regulären Verträgen.

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Flugbegleiter streiken weiter - München erneut stark betroffen

Flugbegleiter-Streik, Tag zwei: Auch heute müssen Lufthansa-Passagiere mit Absagen und Verspätungen rechnen. Besonders betroffen ist neben Frankfurt erneut der Münchner Airport. Rund 800 Passagiere haben unvorhergesehen in Hotels übernachten müssen.

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Lufthansa-Passagiere müssen auch heute mit Flugabsagen und Verspätungen rechnen. Besonders betroffen sind erneut die Drehkreuze München und Frankfurt. Am Münchner Airport gilt weiter der Sonderflugplan der Lufthansa. Die Flughafen München GmbH spricht von 300 Annullierungen am heutigen Tag – allerdings am Airport insgesamt und auch nicht ausschließlich wegen der Streiks. Damit bleibt es am Flughafen München auch heute ruhiger als sonst. Normalerweise starten und landen täglich mehr als 1100 Flugzeuge.

Eine Folge: Viele volle Züge

Dass sie nicht wie geplant fliegen können, hatten gestern viele Passagiere offenbar erst auf dem Weg zum Flughafen erfahren. Andere hatten schon vor Tagen umgebucht oder ihre Inland-Flugtickets kurzfristig in Zugtickets umgetauscht. Eine Folge: mehr Betrieb am Münchner Hauptbahnhof. Auch die Deutsche Bahn stellt sich jetzt auf Streiktag zwei ein. Sie will nach Möglichkeit Züge verlängern, um das Platzangebot zu vergrößern, wie ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte.

800 Passagiere müssen unvorhergesehen übernachten

Nicht mehr weiter ging es gestern für rund 800 Lufthansa-Passagiere. Sie haben unvorhergesehen in einem Hotel am Flughafen oder im Umland übernachten müssen.

Auffallend am zweiten Streiktag ist, dass man im Terminal 2 kaum Geschäftsreisende sieht. Die meisten haben wohl vorab umgebucht oder sind auf Zug und Auto umgestiegen. Viele Urlauber dagegen haben womöglich noch einen langen Tag vor sich.

Deutlich weniger drastisch die Auswirkungen in Nürnberg: Am dortigen Airport waren wegen des Streiks gestern jeweils sechs Starts und Landungen der Lufthansa ausgefallen. Heute sollen sechs Flüge von dem Streik betroffen sein, alle Starts von Nürnberg nach München aber planmäßig vonstatten gehen.

Sondierungsgespräche am Wochenende

Die Flugbegleiter wollen den Arbeitgeber mit ihrem zweitägigen Streik in Gespräche über höhere Spesen und Zulagen zwingen sowie weitere Verbesserungen erreichen. Die Gewerkschaft Ufo und Lufthansa haben zwar für das Wochenende Sondierungsgespräche vereinbart, um in eine Schlichtung zu kommen. An der Fortführung des Streiks ändere das aber nichts, hatte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies gestern mit Blick auf den heutigen, erneuten Ausstand erklärt.

Der Streik hat auch Folgen für Airports im Ausland. Nach dem Sonderflugplan der Lufthansa sollen heute weltweit rund 600 Flüge ausfallen und damit ähnlich viele wie gestern. Auch nach dem Ende des Streiks werden für Samstag zunächst noch einige Absagen erwartet, weil Maschinen und Crews nicht an den richtigen Einsatzorten sind. Insgesamt rechnete Lufthansa für die beiden Streiktage zusammen mit 180.000 betroffenen Passagieren.