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Firmen-Weihnachtsfeier: Rechte und Pflichten | BR24

© Thomas Lucks/dpa

Geschmückter Christbaum

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    Firmen-Weihnachtsfeier: Rechte und Pflichten

    Für einige Arbeitnehmer ist die Weihnachtsfeier der krönende Abschluss eines Arbeitsjahres – für andere ist sie einfach nur lästig. Gibt es eine Teilnahmepflicht oder kann ich die Feier auch schwänzen?

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    Es ist wieder soweit, die Weihnachtsfeiern stehen an. Für viele sind sie eine gute Gelegenheit, das zu Ende gehende Jahr abzuschließen. Doch nicht jeder freut sich über den weiteren Termin in der oft hektischen Adventszeit: Müssen Arbeitnehmer an der Feier teilnehmen? Und was, wenn es keine Weihnachtsfeier gibt?

    Weihnachtsfeier während der Arbeitszeit

    Ob die Weihnachtsfeier Privatvergnügen ist oder Teil der Arbeitszeit, hängt davon ab, wann die Feier stattfindet. Lädt der Chef zu einem lockeren Beisammensein mit Plätzchen, Glühwein oder Sekt während der üblichen Bürozeiten ein, so gilt diese Zeit als Geschenk des Unternehmens. Sie wird normal vergütet. Allerdings besteht damit auch Anwesenheitspflicht für den Beschäftigten. Wer nicht mitfeiern möchte, dem steht frei, ganz normal zu arbeiten.

    Betriebsfeier am Abend

    Anders ist es, wenn die Party außerhalb der Arbeitszeit stattfindet, man zum Beispiel abends zu einem festlichen Dinner ins Restaurant geladen ist. Dann wird die Zeit nicht vergütet und zur Teilnahme besteht keine Verpflichtung. Allerdings raten Karriere-Experten davon ab, die Feier einfach so zu schwänzen. Man sollte sich zumindest kurz sehen lassen. Damit demonstriere man Teamgeist und kollegiales Interesse. Und das kommt meist positiv bei Kollegen und Vorgesetzten an.

    Muss der Chef eine Weihnachtsfeier ausrichten?

    Eine Pflicht für Arbeitgeber, eine Weihnachtsfeier auszurichten, gibt es nicht. Auch der Betriebsrat kann keine Betriebsfeier einfordern. Schwierig wird es für den Chef, wenn nicht alle Mitarbeiter dabei sein können, weil ein Notdienst zur Verfügung stehen muss - etwa in der Pflege oder im technischen Support. In diesem Fall sollte der Arbeitgeber zunächst versuchen, Freiwillige für den Notdienst zu finden. Klappt das nicht, sollte er die Mitarbeiter abwechselnd verpflichten. Wer dieses Jahr Stellung halten muss, darf dann nächstes Jahr auf jeden Fall mitfeiern.

    Arbeitsunfall oder privat: Welchen Versicherungsschutz habe ich?

    Beschäftigte sind grundsätzlich gegen Unfälle versichert, wenn sie zu einer Betriebsfeier eingeladen sind. Das gilt auch für den direkten Weg zur Feier und nach Hause. Wenn die Party offiziell beendet ist, dann endet auch der Versicherungsschutz. Und private Umwege, beispielsweise auf einen "Absacker" in eine Kneipe, sind nicht versichert.