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Die Zentralen der Deutschen Bank und der Commerzbank in Frankfurt am Main.
© picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa
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Die Zentralen der Deutschen Bank und der Commerzbank in Frankfurt am Main.

In einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW stimmten fast zwei Drittel der befragten 174 Fachleute gegen die mögliche Fusion. Nur 15 Prozent sprachen sich für die beabsichtigte Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank aus.

Knapp 20 Prozent glauben nicht, dass ein neuer nationaler Bankenchampion, von dem Bundesfinanzminister Scholz schon sprach, etwas ändern würde an den aktuellen Ertragsproblemen beider Geldhäuser. Sie erwarten keine nennenswerten Größenvorteile oder eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der dann fusionierten Großbank.

Ein Großteil der Befragten sieht hohe Risiken

Für 65 Prozent der befragten Finanzmarktexperten überwiegen sogar klar die Nachteile. Demnach wäre die Fusion kompliziert, teuer und darüber hinaus auch noch gefährlich. ZEW-Präsiden Achim Wambach sagte, es sei zu erwarten, dass das Risiko für das Finanzsystem steigt. Das sollte bedacht werden, wenn es darum gehe, die neue Bank zu schaffen. Ein höheres Systemrisiko befürchten insgesamt 80 Prozent der Experten.

Ein Teil der Schwierigkeiten von Deutscher und Commerzbank rührt von den niedrigen Zinsen. Bei der Deutschen Bank geht es vor allem um hausgemachte Probleme im Investmentbanking.