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Der deutsche Autohersteller Opel bekommt eine neue Heimat: "Stellantis". So heißt der Autoriese, den künftig der französische Peugeot-Hersteller PSA und Fiat Chrysler bilden. Die PSA-Aktionäre haben dafür der Megafusion heute zugestimmt.

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Fiat Chrysler und Peugeot-Hersteller PSA werden zu "Stellantis"

Der deutsche Autohersteller Opel bekommt eine neue Heimat: "Stellantis". So heißt der Autoriese, den künftig der französische Peugeot-Hersteller PSA und Fiat Chrysler bilden. Die PSA-Aktionäre haben dafür der Megafusion heute zugestimmt.

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Von
  • Marcel Wagner

Es wird ein riesiger Konzern mit 40.000 Mitarbeitern und einem neuen Namen: "Stellantis". Unter diesem Dach firmieren künftig die Autohersteller Fiat Chrysler (FCA) und der französische Peugeot-Hersteller PSA mit seiner deutschen Tochter Opel. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung haben die PSA-Aktionäre der Megafusion mit mehr als 99 Prozent heute zugestimmt.

Wird die Fusion noch bis Ende März abgeschlossen?

Der Termin für den Zusammenschluss mit dem italienisch-amerikanischen FCA-Konzern solle sehr bald mitgeteilt werden. So sagte es PSA-Konzernchef Carlos Tavares, der auch den neu geschaffenen Konzern führen wird. Konkreter wurde er nicht. Bisher war davon die Rede gewesen, den milliardenschweren Deal bis Ende März abzuschließen. Das neue Unternehmen wird seinen offiziellen Sitz in den Niederlanden haben.

In seiner Rede lobte Tavares zwar die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern bei der Vorbereitung der Fusion, ging aber auf die Beschäftigung nicht im Detail ein. Tavares bestätigte frühere Aussagen, wonach es jährlich Synergien im Umfang von fünf Milliarden Euro geben soll. Vor dem Ausbruch der Corona-Krise mit dramatischen Auswirkungen auf die Autobranche hatte er versichert, es sollten keine Werke geschlossen werden.

Opel ist eine von insgesamt 14-Stellantis-Marken

Die EU-Wettbewerbshüter hatten der Autohochzeit §unter Gleichen§ bereits im Dezember mit Auflagen zugestimmt. Der neue Verbund mit großen Standbeinen in Europa und in Nordamerika wird 14 Marken führen, darunter sind Opel, Peugeot, Citroën, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo, Lancia, Abarth und Dodge. Die Marken sollen auch weiter Bestand haben.

Fiat Chrysler und PSA setzten vor der Corona-Krise zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ab und hatten einen Umsatz von 170 Milliarden Euro. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund waren 2019 größer.