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FFP2-Masken

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FFP2-Masken am Arbeitsplatz – wer zahlt?

FFP2 aufsetzen – das gilt ab Montag im bayerischen Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr für Kunden und Fahrgäste. Auch Arbeitgeber könnten das Tragen von FFP2-Masken anordnen. Das dürfen sie. Und wer trägt die Kosten?

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Von
  • Birgit Harprath

Der Run auf FFP2-Schutzmasken ist groß. Sie sind teurer als andere Mund-Nase-Bedeckungen, doch ab nächster Woche sind sie Pflicht im bayerischen Einzelhandel und im Nahverkehr.

Auch Arbeitgeber könnten dem Beispiel folgen.

Was müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beachten?

Ein Arbeitgeber schuldet einem Mitarbeiter nicht nur das Entgelt für seine Arbeit. Er hat auch eine Schutz- und Fürsorgepflicht. Die Corona-Regelungen wurden zum 1. Dezember noch einmal verschärft: Beschäftigte müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und dürfen diese nur am Arbeitsplatz ausziehen – wenn der nächste Kollege mindestens 1,5 Meter entfernt sitzt. Die Ansteckungsgefahr soll möglichst gering sein. Dafür hat der Arbeitgeber zu sorgen. Je nach Gefährdungslage kann er weitere Maßnahmen ergreifen. Er hat das Direktionsrecht und ist dafür verantwortlich, dass die Vorschriften auch beachtet werden.

Halten sich Beschäftigte nicht daran und werden bei der Arbeit ohne Maske erwischt, droht eine Abmahnung. Bei penetranten Verweigerern ist laut Juristen auch eine verhaltensbedingte Kündigung möglich. Ausnahme: Der Betroffene bringt ein Attest eines Arztes, dass ihn vom Tragen der Maske befreit.

Welche Masken kommen in Frage?

Ab Montag müssen Kunden im Einzelhandel und Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr in Bayern nun die FFP2-Masken anziehen. Für die Beschäftigten im Einzelhandel sowie Fahrerinnen und Fahrer im Nahverkehr selber gilt das nicht. Bei ihnen reichen einfachere Ausgaben wie eine OP-Maske, aus Stoff genähte, oder ein Plexi-Glas-Schutz zum Beispiel an der Kasse.

Vorgeschrieben ist FFP2 in Bayern nur für die Mitarbeiter, die beim sogenannten "Click & Collect" die bestellte Ware an Kunden ausgeben.

Auch in anderen Branchen können Arbeitgeber ihre Fürsorge ausbauen und FFP2 im Betrieb vorschreiben. Auch daran muss sich die Belegschaft halten, selbst wenn staatliche Stellen das nicht angeordnet haben.

Wer kommt für die Kosten auf?

Die einfache Mund-Nase-Bedeckung sind inzwischen günstig im Supermarkt zu bekommen. Oder aber man näht sie sich aus Stoffresten selber. Die besonders luftfilternden FFP2-Masken dagegen sind wesentlich teurer - je nachdem, wo man sie kauft und in welcher Stückzahl. Und sie dürfen nur bedingt mehrfach verwendet werden, sonst geht ihre Schutzfunktion verloren.

Aus eigener Tasche müssen Beschäftigte das aber nicht zahlen. Der Arbeitgeber muss die Gesichtsmasken zur Verfügung stellen – ob nun in einfacher oder in qualifizierter Ausgabe. Die Maske ist keine Dienstkleidung, die Mitarbeiter in der Regel selber bezahlen müssen. Die Maske ist wie Sicherheitsschuhe oder ein Helm eine Schutzkleidung. Die Kosten trägt der Arbeitgeber.

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FFP2-Masken schützen nicht nur andere sondern vor allem auch den Träger selbst. Ab Montag gilt für Bayern im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen FFP2-Pflicht.

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