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Fehler vermeiden - So bleiben Akkus länger fit | BR24

© dpa/pa/Bernhard Schmerl

Akkuschrauber mit zu verschraubenden Holzbrettern

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    Fehler vermeiden - So bleiben Akkus länger fit

    Ob Smartphone, Tablet oder Werkzeug - Akkus finden sich in vielen Geräten. Doch oft werden sie falsch geladen. Mit der Folge, dass die Akkus schneller altern. Mit diesen Tipps können Sie die Lebensdauer verlängern.

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    Wir sind in der offenen Werkstatt Erfindergarden in München. Mit einer Akkusäge schneidet der Chef Andreas Kopp eine Holzplatte zurecht. Ohne akkubetriebene Geräte geht hier nichts. Damit sie lange halten, ist richtiges Laden wichtig.

    "Wenn der Akku leer ist, kommt er ins Ladegerät und wenn er voll ist, tue ich ihn wieder ins Werkzeug. Ich habe noch keine große Strategie dabei." Andreas Kopp, Erfindergarden

    Kühl und trocken – so mögen es Akkus am liebsten

    Keine große Ladestrategie – damit ist Andreas Kopp nicht alleine. Dabei macht er schon vieles richtig. Er lädt seine Akkus an einem trockenen und kühlen Ort auf. Nächster Tipp: Ist er voll, sollte man den Akku aus der Ladeschale nehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass er überhitzt. Viele Geräte haben zwar ein intelligentes Batterieladesystem, das das verhindern soll, aber: Sicher ist sicher.

    Akku beim Laden immer im Blick behalten

    "Wir empfehlen, insbesondere bei den sehr starken Akkus, die nur beobachtet zu laden, also tagsüber wenn Sie in der Nähe sind. Wenn es in der Nacht Probleme gibt, können Sie nicht einschreiten. Und einen brennenden oder explodierenden Akku können Sie kaum löschen." Christiane Böttcher-Tiedemann, Stiftung Warentest

    Selten genutzte Geräte regelmäßig an den Strom hängen

    Weiterer Tipp, um die Lebensdauer zu erhöhen: Selten genutzte Geräte sollte man am besten zweimal pro Jahr an den Strom hängen. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Akku nicht zu heiß wird. Langes Arbeiten oder Stehen lassen in der Sonne tut ihm nicht gut.

    Je jünger der Akku, desto besser

    Und: Man sollte Werkzeugakkus nicht an einem Ort mit Erschütterungen lagern. Eine Werkbank ist also ungeeignet. Und dann ist da noch die Sache mit dem Lebensalter. Lagert der Akku schon lange im Baumarkt, hat er bereits Power verloren.

    "Je jünger der Akku, desto besser. Bei einigen Marken können Sie das Herstellungsjahr am Typenschild des Akkus erkennen. Ansonsten beim Verkäufer nachfragen." Christiane Böttcher-Tiedemann, Stiftung Warentest

    Bei seinem Werkzeug verfolgt Andreas Kopp vom Erfindergarden jetzt eine Strategie für mehr Leistung. Er will bald in neue Geräte investieren und in einen besonders starken Akku, der auf alle passt. Das schont die Umwelt, weil man nicht für jedes Gerät einen extra Akku braucht. Und den Geldbeutel, denn ein hochwertiger ist günstiger und besser als mehrere einfache.

    © dpa/pa/Florian Schuh

    Smartphone mit geöffnetem Gehäuse

    Handy- und Tablet-Akkus sind besonders anfällig

    Noch anfälliger als Werkzeugakkus sind die von Tablets und Smartphones. Volle Akkus altern schnell – deshalb möglichst nur bis 80 Prozent laden, das gilt auch für Laptops. Manche Geräte haben ein intelligentes Batterie-Managementsystem, das die Ladekapazität auf 80 Prozent beschränkt. Das Gerät ist zwar nicht voll, dafür hält der Akku aber länger. Besser morgens und abends teilladen, als komplett an einem Stück.

    In der prallen Sonne hat der Akku nichts verloren

    Und: In der prallen Sonne hat das Smartphone nichts zu suchen, etwa auf der Fensterbank oder auf dem Armaturenbrett des Autos.

    "Und auch bei sehr kalten Temperaturen werden sie merken, dass die Kapazität rapide nachlässt und sie weniger Energie entnehmen können. Laden immer so zwischen 10 und 20 Grad, 25 geht auch noch. Das ist die Optimaltemperatur." Christiane Böttcher-Tiedemann, Stiftung Warentest

    Auch bei Handy-Akkus gilt: Werden sie tiefentladen, altern sie schneller. Deshalb alle paar Wochen nachladen, wenn man das Gerät nicht benutzt.

    Akkus tauschen – heute eine Sache für Profis

    Behandelt man sie gut, halten Lithium-Ionen Akkus laut Umweltbundesamt drei bis fünf Jahre. Wenn nicht, dann nur halb so lange. Früher war es einfach, den Akku zu tauschen – heute ist das nicht mehr der Fall.

    "Die sind meist fest eingebaut, da können wir nicht mehr reingucken. Sie werden bestimmte Shops finden, die Ihnen den Akku tauschen. Selber können das die Wenigsten." Christiane Böttcher-Tiedemann, Stiftung Warentest

    Akkus lieben den Energiesparmodus

    Im Internet finden sich diverse Anleitungen. Zum Beispiel wie man mit einem Haartrockner den Kleber löst, der das Smartphone zusammenhält, um so an den Akku zu kommen. Viel Aufwand, deshalb ist es umso wichtiger, den Akku zu schonen, damit er möglichst lange hält. Und wenn er zu schwach ist, einfach in den Energiesparmodus zu schalten. So lassen sich locker ein paar Stunden zusätzlich rausholen.