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Faschingsfeier mit Kollegen - wer haftet bei Unfall? | BR24

© BR/Birgit Harprath

Rosenmontag und Faschingsdienstag sind keine Feiertage, an denen die Beschäftigten per Gesetz frei haben, trotzdem feiern viele im Kollegenkreis. Doch die Berufsgenossenschaften warnen: passiert dabei ein Unfall, ist der nicht automatisch versichert.

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Faschingsfeier mit Kollegen - wer haftet bei Unfall?

Rosenmontag und Faschingsdienstag sind keine Feiertage, an denen die Beschäftigten per Gesetz frei haben, trotzdem feiern viele im Kollegenkreis. Doch die Berufsgenossenschaften warnen: Passiert dabei ein Unfall, ist der nicht automatisch versichert.

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Ein Krapfen und ein Glas Sekt oder Orangensaft für jeden: An Fasching lassen sich viele Chefs nicht lumpen. Die Mitarbeiter freuen sich, die Feier ist schön, es darf nur nichts passieren. Denn solche spontanen Betriebsfeiern stehen nicht in jedem Fall unter dem Versicherungsschutz der zuständigen Berufsgenossenschaft. Bricht sich beim Tanz im Büro jemand das Bein, dann schaut die schon genauer hin.

Feier muss dem Betriebsklima dienen

Ein Arbeitsunfall liegt nur dann vor, wenn der Arbeitgeber die Feier selbst veranstaltet oder sie gebilligt hat. Und er muss mitfeiern oder einen Vertreter schicken – nicht als Aufpasser, sondern um den Zweck zu erfüllen. Die Berufsgenossenschaften setzen voraus, dass die Feier sozusagen dem Betriebsklima dient.

Familienmitglieder sind nicht mitversichert

Familienmitglieder auf der Gästeliste werden akzeptiert – sind aber nicht mitversichert. Und wer zu tief ins Glas schaut und deshalb zum Beispiel stürzt, der kann den Versicherungsschutz verlieren. Für die Folgeschäden muss er dann selber aufkommen.

Keine Umwege auf dem Heimweg

Und für den Heimweg gilt: Keine Umwege auf der Fahrt nach Hause. Wer noch schnell das Auto auftankt oder sich mit Lebensmitteln für das Abendessen eindeckt, der kann den Versicherungsschutz verlieren. Solche Wegunfälle führen oft zu Streit mit der Berufsgenossenschaft bis vor ein Gericht – nicht nur im Fasching.