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Ein Elektroauto wird geladen.

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    FAQ zu Wallboxen: Die E-Auto-Ladestationen für zu Hause

    Halter von Elektroautos bekommen einen Zuschuss vom Staat, wenn sie zu Hause eine private Ladestation einbauen. Was ist zu beachten bei den auch Wallboxen genannten Ladesäulen? Sind sie genehmigungspflichtig? Die wichtigsten Antworten in einem FAQ.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Seit 24. November können Halter von Elektroautos eine Förderung für private Ladestationen zu Hause beantragen. Aber kann man nun einfach in den Laden gehen und sich eine Wallbox zu Hause in der Garage einbauen lassen? Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Wallboxes.

    1. Warum eine Wallbox? Würde nicht auch die Steckdose reichen?

    Eine einfache Steckdose fürs E-Auto-Laden zu benutzen, kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch gefährlich. Die Dauerbelastung eines Ladevorgangs kann zu Kurzschlüssen und Kabelbränden führen, selbst wenn viele Elektroautos mit einem Schuko-Kabel geliefert werden.

    Eine Wandladestation, auch Wallbox oder Wall Connector genannt, wird deshalb als notwendige Zusatzausstattung für innen und außen empfohlen. Statt 3,7 Kilowatt, wie bei der Haushaltssteckdose, bieten Wallboxen je nach Modell und Anschluss zwischen 3,7 und 22 Kilowatt.

    2. Strombedarf: Ist eine Genehmigung für die Wallbox erforderlich?

    Eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 Kilowatt muss dem Netzbetreiber gemeldet werden. Eine Wallbox mit einer höheren Ladeleistung muss vom Netzbetreiber genehmigt werden.

    3. Darf jeder eine Wallbox bei sich zu Hause installieren lassen?

    "Wohnungseigentümer und auch Mieter haben künftig einen Anspruch darauf, in der Tiefgarage oder auf dem Grundstück des Hauses eine Ladesäule zu installieren", schreibt die Bundesregierung auf ihrer Webseite. Geregelt wird dies im Wohnungseigentumsmodernisierungs-Gesetz, das zum Großteil ab 1. Dezember 2020 in Kraft tritt.

    Das heißt aus Sicht von Eigentümern: Es müssen nicht mehr alle Mit-Eigentümer zustimmen, damit im Haus eine Ladestation eingebaut werden darf. Wer bezahlt, hängt dann davon ab, wie viele zustimmen. Wenn in der Eigentümerversammlung mehr als zwei Drittel zustimmen und das mindestens die Hälfte der Eigentumsanteile ausmacht, wird die Anschaffung von allen getragen. Ansonsten zahlen diejenigen, die dafür gestimmt haben.

    Aus Mietersicht heißt das, dass sie künftig einen Anspruch darauf haben, dass Vermieter den Einbau einer Elektro-Ladestation auf Kosten der Mieter gestatten.

    4. Kann man eine Wallbox selber einbauen?

    Da ein Starkstromanschluss notwendig ist, sollte auf alle Fälle ein Fachbetrieb die Installation übernehmen.

    5. Was ist für den Förderantrag zu beachten?

    Der Bund fördert mit einem Zuschuss in Höhe von 900 Euro den Kauf und die Installation der Wallboxen. Für den Antrag bei der Förderbank KfW müssen einige Rahmenbedingungen eingehalten werden.

    • Die geförderte Ladestation muss zu einem privat genutzten Stellplatz eines schon existierenden Gebäudes gehören
    • Die Ladestation darf nicht öffentlich zugänglich sein.
    • Verbraucht werden darf nur Ökostrom.
    • Der Ladebetrieb muss vom Netzbetreiber steuerbar sein, um bei Bedarf eine Überlastung des Stromnetzes verhindern zu können.
    • Die Ladestation muss fabrikneu sein und über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügen.
    • Die Gesamtkosten für Kauf, Einbau und Anschluss ans Stromnetz müssen mindestens 900 Euro pro Ladepunkt betragen.
    • Es dürfen auch mehrere Ladepunkte gleichzeitig beantragt werden. Dann erhöht sich die Förderung entsprechend.

    Wichtig ist es, den Antrag zu stellen, bevor man eine Ladestation kauft. Das Geld von der KfW gibt es dann, wenn der Einbau abgeschlossen ist und die Rechnungen dafür vorgelegt wurden. Prüfen sollte man, ob es vor Ort nicht noch andere Förderprogramme gibt, beispielsweise von der Gemeinde, die höher ausfallen – denn kombinierbar sind die Förderungen nicht.

    6. Wer darf die Förderung beantragen?

    Einen Antrag stellen dürfen Immobilienbesitzer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter (bis 30.11.2020 nur mit Erlaubnis ihres Vermieters), und auch Vermieter – egal ob Privatpersonen, Unternehmen oder Wohnungsgenossenschaften.

    7. Wohin mit der Wallbox?

    Im Einfamilienhaus ist es normalerweise kein Problem, einen Platz für die Wallbox zu finden – vorausgesetzt die Stromversorgung ist möglich. Am besten lässt man die sogenannte "Wallbox“ in der Garage montieren. Das ist sicher, komfortabel und man lädt das Auto mit hoher Leistung zum Beispiel über Nacht auf. Im Mehrfamilienhaus wird es schwieriger. Für das E-Auto braucht es einen geeigneten Stellplatz mit ausreichend Strom.

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