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Falsche Gehaltsabrechnung? So holen sie sich Ansprüche zurück | BR24

© Birgit Harprath, BR

Das Gesetz sichert Arbeitnehmern bei Gehaltsansprüchen eine gewisse Frist zu, doch in Arbeits- und Tarifverträgen steht oft etwas anderes. Darauf sollten Sie achten.

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Falsche Gehaltsabrechnung? So holen sie sich Ansprüche zurück

Fehlt am Monatsende Geld auf der Gehaltsabrechnung, müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schnell handeln. Das Gesetz sichert zwar eine gewisse Frist zu, doch in Arbeits- und Tarifverträgen steht oft etwas anderes. Darauf sollten Sie achten.

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Jeden Monat erhalten Mitarbeiter Post von ihrem Arbeitgeber: die Gehaltsabrechnung. Ein Zahlenwerk über Einkommen minus Sozialabgaben und Steuern. Viele kontrollieren nur den Endbetrag, wenn überhaupt. Bis es dann einmal nicht stimmt.

Nicht auf 3-Jahresfrist im BGB verlassen

Ansprüche sollte man rechtzeitig geltend machen, sonst verjähren sie. Das gilt auch im Arbeitsverhältnis. Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht eine Frist von drei Jahren vor. Allerdings sollten Beschäftigte aufpassen: In Arbeits- oder Tarifverträgen können auch kürzere Fristen vereinbart werden.

Solche Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis sollten dann so schnell wie möglich geltend gemacht werden. Der Blick in den Arbeitsvertrag oder einen gültigen Tarifvertrag erspart Ärger und den Verlust des vorenthaltenen Geldes. Oft stehen dort Ausschluss- oder Verfallsfristen, an die beide Seiten gebunden sind. Sie sehen in der Regel wesentlich kürze Zeiten vor, meist zwischen zwei bis sechs Monate.

Ansprüche schriftlich geltend machen

Der Anspruch muss schriftlich genau beschrieben werden. "Meine Gehaltsabrechnung vom Juli ist falsch", reicht da in der Regel nicht. Der Arbeitgeber muss die Forderung erkennen können. Bestreitet die Personalabteilung einen Anspruch, dann bleibt am Ende nur eine Klage. Eine Ausnahme hat das Bundesarbeitsgericht zugelassen: Wer die Frist versäumt hat, der kann zumindest den gesetzlichen Mindestlohn von zur Zeit 9 Euro 19 innerhalb von drei Jahren geltend machen.