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LKW-Kolonne auf der A 5 bei Darmstadt

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    Fahrerlose LKW als Jobkiller ?

    Was früher wie Science-Fiction klang, dürfte bald Realität werden – das automatisierte Fahren. Längst wird in den Ideenschmieden der Autoindustrie an zukunftsfahigen Lösungen gearbeitet. Doch was bedeutet das für die Arbeitsplätze? Von Achim Killer

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    Kaum eine Technik fasziniert so wie die autonomer Autos, seien es die Elektroflitzer von Tesla mit Autopilot oder die High-Tech-Kugeln von Google. Und auch die wichtigste hiesige Branche unternimmt eigene Anstrengungen. Bevor wir uns aber in Roboter-Limousinen entspannt zum Shopping chauffieren lassen können, dürfte die Technik zuerst in LKW eingesetzt werden und wohl auch zu arbeitsmarktpolitischen Problemen führen.

    "The technology for trucks, that can drive themselves on highways may be available in as soon as three years." Lee Branstetter, Carnegie Mellon University in Pittsburgh

    Schon in drei Jahren – so seine These – könnten selbstfahrende LKW auf den amerikanischen Highways unterwegs sein, vorne einer mit Fahrer, dahinter mehrere autonome, fahrerlose. Und dann werde sich die Technik schnell verbreiten. Denn für weniger als 30.000 Dollar, dem Jahreslohn eines Truckers, lassen sich Alt-LKW nachrüsten.

    "Even within the first year the technology more than pays for itself." Lee Branstetter, Carnegie Mellon University in Pittsburgh

    Lee Branstetter geht davon aus, dass sich die Technologie schon im ersten Jahr amortisiert.Die Jobs von 1,7 Millionen amerikanischen Truckern sind somit akut gefährdet. In der bei dieser Technologie äußerst ambitionierten Volksrepublik China sind es 16 Millionen. In Deutschland rund eine halbe Million. Für die USA rät Prof. Branstetter dringend, die neue Technik sozialpolitisch zu flankieren.