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EZB: Hoffen auf neue Geldspritzen für die Wirtschaft | BR24

© BR/Felix Lincke

Die EZB berät heute über die Geldpolitik. Gespannt warten die Finanzmärkte auf die Entscheidung, ob es weitere Unterstützung für die europäische Wirtschaft geben wird. Auch die Strafzinsen für Bankeinlagen bei der EZB könnten verschärft werden.

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EZB: Hoffen auf neue Geldspritzen für die Wirtschaft

Die EZB berät heute über die Geldpolitik. Gespannt warten die Finanzmärkte auf die Entscheidung, ob es weitere Unterstützung für die europäische Wirtschaft geben wird. Auch die Strafzinsen für Bankeinlagen bei der EZB könnten verschärft werden.

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Die meisten Experten erwarten vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, eine Reaktion auf die schwache Konjunktur und die niedrige Inflation im Euroraum. Beides könnte dazu führen, dass Draghi erneut zu außergewöhnlichen Maßnahmen greift wie den Anleihekäufen, deren Volumen zurzeit eingefroren ist.

Experten halten Verschärfung des Strafzinses für denkbar

Fest gerechnet wird bereits mit einer weiteren Senkung des ohnehin schon negativen Einlagenzinses für Banken von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent. Einige deutsche Kreditinstitute wollen das dann verstärkt an ihre Kunden weitergeben. Sie könnten für deren private Einlagen ebenfalls Zinsen verlangen. Sie können auch die Gebühren erhöhen, wie das die Deutsche Bank soeben getan hat. Die EZB bietet Banken in Schwierigkeiten ab September neue Geldspritzen an, spätestens dann soll der Einlagenzins weiter sinken.

Banken sollen mehr Kredite vergeben

Die Banken sollen damit gezwungen werden, mehr Kredite zu vergeben, um die Wirtschaft anzukurbeln. Draghi betont immer wieder, dass die Notenbank noch viele Möglichkeiten habe. Und dass ein Leitzins von null Prozent für ihn kein Hindernis für eine weitere Lockerung der Geldpolitik sei.