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EZB erwartet Einigung auf Hilfsprogramm bei Corona-Gipfel | BR24

© dpa-Bildfunk / Boris Roessler

Die Europäische Zentralbank.

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    EZB erwartet Einigung auf Hilfsprogramm bei Corona-Gipfel

    Bei dem EU-Sondergipfel erwartet die Europäische Zentralbank eine Einigung bei dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen 750-Milliarden Euro Hilfspaket. Die Finanzlage hat sich derweil wieder etwas entspannt.

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    Der Europäische Zentralbankrat verzichtete heute auf neue Maßnahmen und wartet erst einmal die weitere Entwicklung der Konjunktur im Euroraum ab. Das PEPP genannte Corona-Notprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) war erst im Juni um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro aufgestockt worden. Die EZB hofft nun auf eine schnelle Einigung bei dem zweitägigen EU-Corona-Gipfel auf ein Wiederaufbauprogramm.

    EZB erwartet Hilfe von den Mitgliedsstaaten

    Nachdem die EZB ihre Billionen schweren Corona-Hilfen auf den Weg gebracht hat, erwartet sie jetzt das Gleiche von der EU und den Mitgliedsländern. Die EU-Kommission hatte Ende Mai ihr 750-Milliarden-Hilfs-Paket zur wirtschaftlichen Stabilisierung nach der Corona-Krise vorgestellt.

    Das Wiederaufbauprogramm der EU-Länder und die Käufe von Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank sollen ineinander greifen. Damit soll die schwere Wirtschaftskrise bewältigt werden.

    Lagarde hofft auf Einigung

    Die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien sehr unterschiedlich in den verschiedenen Euroländern, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Darauf müsse man entsprechend reagieren, um die Währungsunion zusammen zu halten. Zugleich hoffe die Präsidentin stark auf eine schnelle Einigung bei dem Hilfsprogramm. Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande hatten zuvor angegeben, das Vorgehen nicht unterstützen zu wollen.

    Lage an den Finanzmärkten wieder entspannter

    Die Lage an den Finanzmärkten habe sich derweil wieder etwas entspannt, so Lagarde. Die Notenbank habe deshalb das Volumen ihrer Anleihe-Käufe vorübergehend leicht zurückgenommen. Das Corona-Kaufprogramm läuft noch mindestens bis Mitte nächsten Jahres.

    Bis zum Ende des nächsten Jahres werden außerdem auslaufende Anleihen durch neue Papiere ersetzt. Erst danach wären erste Verkäufe und eine erste Zinserhöhung wieder denkbar. Im Laufe des nächsten Jahres soll es zu einer deutlichen Erholung der Konjunktur kommen. Wenn dies nicht der Fall ist, will die EZB ihre Pläne noch einmal überdenken.

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