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EY-Wirtschaftsprüfer wegen Wirecard zunehmend unter Druck | BR24

© Felix Lincke/BR

Bundesfinanzminister Scholz leitet heute das erste Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister seit Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft. Ein Thema: Sollen nach dem Wirecard-Skandal die Wirtschaftsprüfer stärker kontrolliert werden?

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EY-Wirtschaftsprüfer wegen Wirecard zunehmend unter Druck

Bundesfinanzminister Scholz leitet heute das erste Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister seit Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft. Ein Thema: Sollen nach dem Wirecard-Skandal die Wirtschaftsprüfer stärker kontrolliert werden?

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Als Konsequenz aus dem Wirecard-Skandal kann Bundesfinanzminister Olaf Scholz sich eine verschärfte Haftung für Wirtschaftsprüfer vorstellen. EY haftet als Abschlussprüfer der gefälschten Wirecard-Bilanz lediglich mit maximal vier Millionen Euro. Grüne und Liberale im EU-Parlament und auch Scholz wären für eine klarere Trennung von Prüfung und Beratung, da beides zusammen zu Interessenkonflikten führen kann.

Wirecard-Aktionäre wollen Schadenersatz von EY

Die EU-Kommission bereitet eine Studie dazu vor. Spätestens nach einer gescheiterten Sonderprüfung bei Wirecard hätte EY aktiver werden können. Der Kernpunkt waren zwei Konten auf den Philippinen mit angeblichen Milliardenbeträgen, bei denen es sich um plumpe Fälschungen handelte.

Aktionäre von Wirecard wollen EY auf Schadenersatz verklagen. Die Fehler waren ihrer Meinung nach so offensichtlich, dass man den Prüfern ein grob pflichtwidriges Verhalten anlasten könne. Sie wären zum Beispiel verpflichtet gewesen, bei den Banken auf den Philippinen selbst Informationen über die Kontosalden einzuholen und auf ihre Echtheit zu kontrollieren.