"EVG Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft" steht auf einer Fahne, die im März 2023 bei einer Demonstration vor dem Berliner Hauptbahnhof zu sehen ist.
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EVG kündigt heute weitere Warnstreiks an

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EVG kündigt heute Zeitpunkt weiterer Warnstreiks an

Reisende, die in den kommenden Tagen mit dem Zug unterwegs sind, werden vermutlich größere Schwierigkeiten haben, ans Ziel zu kommen. Die Gewerkschaft EVG will heute bekannt geben, für wann sie zu weiteren Warnstreiks aufruft.

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Heute Vormittag sollen Fahrgäste der Bahn erfahren, wann die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft zum dritten Warnstreik im Tarifkonflikt aufruft. Sie verhandelt zurzeit mit etwa 50 Betreibern. Der größte davon ist die Deutsche Bahn. Die bezeichnet die angedrohten weiteren Warnstreiks als völlig unverhältnismäßig.

Warnstreiks bei der Bahn für kommenden Tage angekündigt

Kein Fernverkehr, keine Regional- oder S-Bahn: darauf müssen sich die Bahn-Fahrgäste einstellen. Dass es zu Aktionen in den nächsten Tagen kommt, das hat die EVG schon verraten. Wann, wo genau und wie lange die Warnstreiks laufen sollen, noch nicht. Treffen dürfte es wie bei den zurückliegenden beiden Streikaktionen sowohl die Deutsche Bahn, als auch private Betreiber.

Fahrgäste sollen bei Bahnstreik ausreichend Vorlauf erhalten

Den Fahrgästen hat die Gewerkschaft dabei versprochen, einen ausreichenden Vorlauf einzuhalten. Dass sie gleich morgen also die Streikplakate auspackt, ist kaum zu erwarten. Und auch am Sonntag dürfte es noch nicht zu Streiks kommen. Die Mitglieder bekommen bei einem Warnstreik kein Streikgeld aus der Gewerkschaftskasse, für die Arbeit am Sonntag von der Bahn aber einen Zuschlag. Die Bereitschaft, die Arbeit am Wochenende niederzulegen, dürfte eher gering sein. Das spräche für den Auftakt erst am Montag.

Bahnstreik könnte umfangreicher ausfallen

Und weil die EVG den Druck vor dem nächsten Treffen am Verhandlungstisch erhöhen will, könnte die Aktion länger ausfallen als beim letzten Mal. Ob das noch verhältnismäßig ist, müssten Arbeitsgerichte entscheiden, wenn sie eingeschaltet werden. Mit der Deutschen Bahn trifft sich die Gewerkschaft erst am 23.und 24. Mai. Die EVG fordert unter anderem mindestens 650 Euro mehr pro Monat oder zwölf Prozent bei den oberen Einkommensgruppen. Die Bahn bietet je nach Entgeltstufe zehn Prozent oder acht Prozent ab März 2024 und eine Inflationsprämie. Gestritten wird auch noch über den Mindestlohn.

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