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Eurowings und Piloten einigen sich

Nach wochenlangem Streit hat sich die Lufthansa-Tochter Eurowings mit den Piloten auf die künftigen Arbeitsbedingungen geeinigt. Damit ist der Weg frei für den geplanten Wachstumskurs. Von Fabian Herrmann

Über dieses Thema berichtete LÖSCHEN Wirtschaft und Börse am .

Eurowings und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit teilten mit, dass sie sich auf einen sogenannten "Tarifvertrag Wachstum" verständigt haben. Darin wird unter anderem geregelt, wie erfahrene Flugzeugführer in Zukunft bei der Bezahlung eingestuft werden. Außerdem wurden die Gehaltstabellen bis Ende Juni 2021 nach oben korrigiert.

Piloten müssen Gehaltseinbußen hinnehmen

Anfang November hatte Cockpit überraschend den ausgehandelten Tarifvertrag zum Wechsel von Air-Berlin-Piloten abgelehnt, weil ihr die Konditionen nicht gut genug waren. Ein Sprecher der Gewerkschaft räumte heute ein, dass die ehemaligen Piloten von Air Berlin in der Spitze jetzt zwar Gehaltseinbußen hinnehmen müssten, der Tarifvertrag sei aber besser als ein ungeregelter Übergang. Ähnliche Verträge hatten bereits die Gewerkschaften Verdi und Ufo für das Kabinenpersonal unterzeichnet.

30 neue Flugzeuge bis kommenden Sommer

Damit hat Eurowings die Grundlage für die angestrebte Expansion geschaffen. Bisher hat das Unternehmen 23 Flugzeuge, schon bis zum Sommerflugplan soll die Flotte aber um 30 Airbus-Maschinen aufgestockt werden. Auch beim Personal wird nachgerüstet. Nach eigenen Angaben hat Eurowings in den vergangenen Wochen bereits mehr als 500 Mitarbeiter eingestellt, darunter zahlreiche Flugbegleiter und Piloten von. Aktuell seien noch mehr als 2000 Stellen in Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München, Wien, Salzburg und Palma de Mallorca ausgeschrieben. Ehemalige Mitarbeiter der Air Berlin können als Bewerber ein verkürztes Auswahlverfahren durchlaufen.