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Insolvenz bei Europoles
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Margit Ringer
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Insolvenz bei Europoles

Der Masten- und Stützenhersteller Europoles in Neumarkt hat am Donnerstag Insolvenz angemeldet. Wie ein Sprecher des Unternehmens und der Rechtsanwälte mitteilt, laufe der Geschäftsbetrieb aber uneingeschränkt weiter und auch die Löhne der 1.200 Mitarbeiter seien bis Ende des Jahres gesichert.

Großauftrag zurückgezogen

Das Unternehmen, das einst zum Pfleiderer-Konzern gehörte, will sich ab 2019 in Eigenverwaltung nachhaltig sanieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Grund für die Insolvenz sei ein Großauftrag mit einem Volumen von 110 Millionen Euro, der zurückgezogen wurde. Für diesen Großauftrag habe das Unternehmen aber bereits mehrere Millionen Euro investiert und auch entsprechend Personal eingestellt.

Zwei Sanierungsexperten sollen Europoles nun wieder in die wirtschaftliche Erfolgsspur zurückführen, überwacht wird die Insolvenz in Eigenverwaltung vom Amberger Insolvenzverwalter Harald Schwartz.

530 Mitarbeiter in Neumarkt

Europoles ging aus dem im Jahr 1894 gegründeten Familienunternehmen Pfleiderer hervor. Seit 2004 gehört das Unternehmen aber nicht mehr zum Pfleiderer-Konzern. Es stellt mit 1200 Mitarbeitern, davon 530 am Hauptsitz in Neumarkt sowie an Standorten in Europa und dem Mittleren Osten Masten, Stützen, Tragsysteme und Türme aus Beton, Stahl und Kunststoff her, zum Beispiel Stützen für den Baumwipfelpfad in Sankt Englmar oder die drittgrößte Moschee der Welt in Algier. Zudem produziert Europoles Masten für Funkmasten, Funktürme oder ICE-Strecken oder auch Flutlichtmasten für Flughäfen.

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Margit Ringer

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Regionalnachrichten aus der Oberpfalz vom 12.10.2018 - 06:30 Uhr