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Europäische Börsen im Minus

Zinsspekulationen und billiges Öl belasten die Aktienmärkte. An den europäischen Aktienmärkten gibt es kaum Gewinner. Verkehrte Welt auch bei den Bondrenditen. Von Yvonne Unger

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Am deutschen Aktienmarkt geht es abwärts. Der DAX verliert 2,6 Prozent auf 9.566 Punkte. Am meisten verlieren die Aktien von ThyssenKrupp mit minus 5,8 Prozent. Gewinner gibt es im DAX nicht. Die europäischen Börsen büßen bis zu 2 Prozent ein. Begründet werden die fallenden Kurse vor allem mit einer Furcht vor den Folgen einer baldigen Zinserhöhung in den USA für die Weltwirtschaft. Wieder einmal wird deutlich, wie sehr Zinsspekulationen die Märkte Tag für Tag beeinflussen – wie unsicher die Anleger sind – und wie schwer sich die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft prognostizieren lässt.

Staatsanleihen mit negativen Renditen

Marktbeobachtern zufolge leidet der Aktienmarkt momentan vor allem unter den jüngsten Aussagen des US-Notenbankers Eric Rosengren. Er bezeichnete es als "überraschend", dass die Finanzmärkte bislang lediglich mit einer oder zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr rechneten. Diese Einschätzung könne sich als "zu pessimistisch" herausstellen, hieß es. Die Niedrigzinspolitik führt vor allem in Deutschland zu verrückten Zinsniveaus. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fällt auf 0,09 Prozent. Bei Anleihen mit anderen Laufzeiten ist die Rendite negativ. Die Investoren müssen also noch Geld mitbringen, wenn sie dem Bund ihr Geld geben. Der Ölpreis fällt weiter. Das setzt die Aktienkurse zusätzlich unter Druck. Das Barrel Nordseeöl zur Auslieferung im Juni kostet rund 37,50 Dollar. Und der Euro ist 1,1362 Dollar wert.