Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

EU-Zölle auf US-Autos sollen laut Altmaier gestrichen werden | BR24

© picture alliance

Peter Altmaier

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

EU-Zölle auf US-Autos sollen laut Altmaier gestrichen werden

Die EU will laut Bundeswirtschaftsminister Altmaier den USA im Handelsstreit deutlich entgegenkommen. Der "Welt am Sonntag" sagte er, man habe sich bereit erklärt, die Zölle bei den wichtigen Industrieprodukten - wie bei Autos - auf Null zu senken.

Per Mail sharen

Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier ist im Zollstreit dem Vorwurf entgegengetreten, die amerikanischen Autozölle seien niedriger als die europäischen. Wie die Welt am Sonntag berichtet, erklärte sich Altmaier im Zuge eines Industrieabkommens bereit, Zölle für Pkw-Exporte nach Europa zu senken - "und zwar auf null". Man würde den US-Exporteuren gleichzeitig entgegenkommen, indem sie ihre Erzeugnisse in vielen Fällen nicht mehr nach "europäischem Recht zertifizieren" müssten.

Höhere Zölle als "falsch" bezeichnet

Seit Monaten droht Donald Trump der EU und vor allem Deutschland damit, hohe Strafzölle auf den Import europäischer Autos in die USA zu erheben. Damit will der US-Präsident die Europäer dazu bringen, niedrigere Zölle für US-Fahrzeuge zu erheben. Bisher erheben die USA 2,5 Prozent Einfuhrzoll auf europäische Autos, die EU verlangt dagegen zehn Prozent. Allerdings liegt der US-Einfuhrzoll auf in den Vereinigten Staaten sehr beliebten Pick-up-Trucks bein 25 Prozent.

Zusammenarbeit statt Konflikt

Erst kürzlich hatte Altmaier auf einer US-Reise ein Mercedeswerk in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama besucht und höhere Zölle als "falsch" bezeichnet. Vielmehr ginge es darum, jenseits von Zöllen die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit zu stärken. Zuspruch hatte er von Alabamas republikanischer Gouverneurin Kay Ivey erhalten. Als ein Element der Zusammenarbeit nannte Altmaier die Gewinnung von Fachkräften. An diesen mangele es sowohl in den USA als auch in Deutschland. Man könne gemeinsam Fachkräfte ausbilden. Nach seiner Reise hatte Altmaier gegenüber dem Handelsblatt erklärt, "Zusammenarbeit" sei es, was man bräuchte, "nicht Konflikt".