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EU-Wasserstoff-Strategie: Siemens Energy will vorne mitspielen | BR24

© Stephan Lina/BR

Heute will die EU die "Clean Hydrogen Alliance" auf den Weg bringen, eine Allianz für sauberen Wasserstoff. Es geht um Milliarden-Investitionen. Einer der wichtigsten Industrie-Partner ist dabei Siemens Energy.

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EU-Wasserstoff-Strategie: Siemens Energy will vorne mitspielen

Heute will die EU die "Clean Hydrogen Alliance" auf den Weg bringen, eine Allianz für sauberen Wasserstoff. Es geht um Milliarden-Investitionen - einer der wichtigsten Industrie-Partner ist dabei Siemens Energy.

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Wenn es um Wasserstoff geht, dann hat die Europäische Kommission große Hoffnungen. Der Anteil von Wasserstoff im europäischen Energiemix könnte in den nächsten 30 Jahren von heute etwa zwei auf dann 13 bis 14 Prozent steigen, heißt es in Brüssel. Dabei könnten eine Million neue Jobs entstehen.

Um das ganze so klimafreundlich wie möglich zu schaffen, müsse man aber darauf achten, bei der Produktion sauberen Strom zu verwenden, sagt Christian Bruch. Dieser müsse auch billiger als heute werden. Der Chef von Siemens Energy sitzt bereits im nationalen Wasserstoffrat und künftig im entsprechenden EU-Gremium.

Industrie: Strompreise runter - CO2-Preise rauf

"Damit grüner Wasserstoff wirtschaftlich produziert und vertrieben werden kann, muss Strom günstiger und CO2 teurer werden. Und die Investitionskosten müssen runtergehen. Und dafür braucht es jetzt Projekte, die groß genug sind, die Technologie weiter zu entwickeln." Christian Bruch, Siemens Energy

Bei der europäischen Wasserstoffstrategie geht es nicht nur um Autos, sondern auch um Anwendungen für den Fracht- und Flugverkehr sowie nicht zuletzt die Nutzung einer möglichst sauberen Energie in der Industrie

Eine Million Tonnen "grüner Wasserstoff" bis 2024

Die EU-Kommission hat heute ihre Wasserstoff-Pläne konkretisiert. So sollen mit öffentlicher Unterstützung bis 2024 die Kapazitäten auf eine Million Tonnen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wachsen - sechs Mal so viel wie heute. Bis 2030 sollen es zehn Millionen Tonnen sein.

Dies sei wichtig, um das Ziel eines klimaneutralen Europas bis zum Jahr 2050 zu erreichen, erklärte Kommissionsvize Frans Timmermans. Mit der Entwicklung und dem Einsatz einer sauberen Wasserstoff-Wertschöpfungskette werde Europa weltweit führend..

Zustimmung und Kritik

Die fünf Partner des Wasserstoffprojektes GET H2 Nukleus (bp, Evonik, Nowega, OGE, RWE) begrüßen sehr die heute veröffentlichte Europäische Wasserstoffstrategie. Im Zusammenspiel mit der Nationalen Wasserstoffstrategie sei das Konzept der EU ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer europäischen Wasserstoffwirtschaft. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Sylvia Limmer bemängelte die fehlende Infrastruktur. Zudem sei die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse mit großen Verlusten verbunden und daher unausgereift und teuer.