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Escada-Insolvenz: Aus für einen Teil des Unternehmens | BR24

© dpa/pa, Tobias Hase

Aschheim bei München: Der Schriftzug von Escada ist an der Firmenzentrale des Modeunternehmens zu sehen

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    Escada-Insolvenz: Aus für einen Teil des Unternehmens

    Das insolvente Modeunternehmen Escada SE wird teilweise geschlossen. Zwar übernimmt der bisherige Investor Regent Teile des Betriebs, aber für andere Teile des Unternehmens bedeutet die jetzt geschlossene Vereinbarung das Aus.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Ein Teil des insolventen Modeunternehmens Escada SE wird verkauft, ein anderer geschlossen, so teilte die Kanzlei des Insolvenzverwalters Christian Gerloff mit. Der neue Eigner ist der alte. Was aber klar ist mittlerweile: Gut 100 Mitarbeiter werden ihren Job verlieren.

    Sieben von acht Escada-Stores schließen

    "Die nicht übernommenen Aktivitäten, darunter sieben der acht eigenen Escada-Stores in Deutschland, werden Ende Februar 2021 eingestellt", heißt es im Schreiben der Kanzlei des Insolvenzverwalters. "Weitere Details können wir derzeit noch nicht bekanntgeben." Zuvor hatte das "Manager Magazin" berichtet.

    Der US-Investor Regent hatte Escada bereits im vergangenen Jahr übernommen. Die Insolvenz betrifft nun nur einen Teil des Modeherstellers. Wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist, beinhaltete die Escada SE zwar Design, Marketing, einen Teil des Vertriebs und die acht Geschäfte, aber beispielsweise nicht die Markenrechte. Diese liegen demnach in einer anderen, nicht von der Insolvenz betroffenen Gesellschaft und damit nach wie vor beim Investor Regent.

    Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter muss gehen

    Durch diese Konstellation hatte der Insolvenzverwalter den Kreisen zufolge keinen normalen Bieterprozess einleiten können. Mit der Escada SE alleine wäre demnach nicht viel anzufangen gewesen, so dass nur ein erneuter Verkauf an Regent oder die Schließung infrage gekommen seien. Nun sei eine Mischung aus beidem erfolgt. Gut 100 der bisher 180 Mitarbeiter der SE verlieren dadurch ihren Job. Von den Geschäften bleibt nur das in München erhalten.

    Escada hat bereits 2009 eine Insolvenz durchlebt. Damals wurde das Unternehmen an die indische Unternehmerin Megha Mittal verkauft, die es im Herbst vergangenen Jahres an Regent abgab.

    Escada gehörte in den 1990er-Jahren zu den weltweit größten Marken für luxuriöse Damenmode und machte Umsätze in Milliardenhöhe. Supermodels wie Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Cindy Crawford und Naomi Campbell präsentierten die Kollektionen.

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