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In Deutschland werden bald wieder im größeren Maßstab Solarmodule hergestellt. Im Mai soll ein großes norddeutsches Werk in Betrieb gehen. Damit bestätigt sich ein Trend: Immer mehr Firmen verzichten auf den Import asiatischer Solarzellen.

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Warum europäische Unternehmen wieder selbst Solarzellen bauen

In Deutschland werden bald wieder im größeren Maßstab Solarmodule hergestellt. Im Mai soll ein großes norddeutsches Werk in Betrieb gehen. Damit bestätigt sich ein Trend: Immer mehr Firmen verzichten auf den Import asiatischer Solarzellen.

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Von
  • Dirk Vilsmeier

Die Herstellung von Solarzellen kommt zurück nach Europa. Damit erfüllt sich eine Erwartung des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme, das schon seit einigen Jahren dafür wirbt. Die Herstellungskosten hätten sich in letzter Zeit so verringert, dass die Transportkosten mittlerweile ein relevanter Kostenfaktor sind, heißt es dort. Zum Nachteil Asiens, das derzeit die Herstellung dominiert.

Wirtschaftlichkeit und gestiegenes Umweltbewusstsein

Hinzu komme, dass Kriterien wie Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Produkten eine immer größere Rolle spielten. Auch das ein Vorteil für Europa – unter anderem weil bei der Produktion von Strom für Fabriken weniger CO2 ausgestoßen wird. Getragen wird die erneute Ansiedlung von Solarzellen-Fabriken auch politisch, beispielsweise durch den europäischen Green Deal.

Produktion auch politisch gewünscht

In Kooperation mit der Fraunhofer Gesellschaft will jetzt die neu gegründete Firma Greenland Gigafactory in Sevilla eine Fünf-Gigawatt-Produktion aufziehen – jährlich sollen dort dann Solarmodule mit einer Leistung produziert werden – die der von fünf mittleren Atomkraftwerken entspricht. Entscheidend sei es, so das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, dass hier eine lokale Wertschöpfungskette nahe des Zielmarktes aufgebaut werde – und Produktionsstandards im Rahmen von Industrie 4.0 gesetzt würden.

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