Wasserstoff wird in ein Auto getankt

Wasserstoff wird in ein Auto getankt

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    Erneuerbare Energie aus Wasserstoff - Antrieb der Zukunft?

    Erneuerbare Energie aus Wasserstoff - Antrieb der Zukunft?

    Wasserstoff (H2) gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Mit ihm sollen erneuerbare Energien in die Mobilität gebracht werden. Doch wie weit ist das Netz ausgebaut, ist es für den Verbraucher sinnvoll und wo besteht noch Entwicklungsbedarf?

    Dass die Ära der Verbrennungsmotoren allmählich zu Ende geht ist seit den neuesten politischen Entschlüssen klar. Umweltverschmutzung, Feinstaub und die schlechte CO2-Bilanz der Verbrenner seien, laut Politik, einfach nicht mehr zeitgemäß. Dem Energieträger Wasserstoff (H2) wird bei dieser Frage eine wichtige Rolle in unserer zukünftigen Energieversorgung zugeschrieben.

    So funktioniert Mobilität mit Wasserstoff

    Bei einem wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen sorgt eine Brennstoffzelle für den Antrieb, deren "Treibstoff“ gasförmiger Wasserstoff ist. Dieser reagiert in einem chemischen Prozess mit Sauerstoff. So wird die im Wasserstoff gespeicherte Energie als Strom freigegeben, der dann einen Elektromotor lädt, der das Auto antreibt. Ein Brennstoffzellenfahrzeug ist also ein Elektrofahrzeug.

    So umweltfreundlich ist Wasserstoff

    Beim Fahren eines Wasserstoffautos entstehen bis auf kondensiertes Wasser keinerlei Abgase. Damit werden Autos mit Brennstoffzelle, wie normale E-Autos, als lokal emissionsfrei gehandelt. Jedoch wird der Wasserstoff an sich meist aus fossilen Energieträgern gewonnen. Hierbei entstehen wie bei allen anderen Kraftstoffarten CO2-Emissionen, jedoch sind Sie lediglich ungefähr halb so groß wie bei einem vergleichbaren Auto mit herkömmlichen Antrieb.

    Für wen ist ein Wasserstoff-Auto geeignet?

    Mit Reichweiten bis zu 1.000 Kilometern würden sich Wasserstoffautos für jeden eignen, sagt Nikolas Iwan, CEO von H2 Mobility. Ein Nachteil von H2-Stromern sind jedoch fehlende Tankstellen. Dieser Umstand zwingt Fahrer, ihre Route bei langen Strecken entlang der bestehenden Tankstellen zu planen oder größere Umwege in Kauf zu nehmen. Ein weiteres Problem stellt die geringe Modellvielfalt auf dem Markt dar. So gibt es im Moment nur wenige Hersteller, welche Wasserstoff in einer größeren Serie produzieren.

    So viele Wasserstofftankstellen gibt es in Deutschland

    Mit bundesweit aktuell etwa 100 Wasserstofftankstellen ist Deutschland europaweit der absolute Vorreiter. Im Vergleich zu knapp 15.000 konventionellen Tankstellen, ist das Angebot jedoch geradezu verschwindend gering. Auch in Bayern gibt es bereits mehrere Wasserstofftankstellen. So zum Beispiel in München, Nürnberg, Biebelried, Ingolstadt, Passau und Bayreuth. Ein Ausbau des Netzes soll zügig voranschreiten, sagt Nikolas Iwan.

    H2 Mobility Deutschland

    Die "H2 Mobility Deutschland GmbH" ist verantwortlich für den flächendeckenden Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland vorrangig zur Versorgung von Pkw mit Brennstoffzellenantrieb. Gesellschafter der H2 Mobility sind Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total. BMW, Honda, Hyundai, Toyota und Volkswagen sowie die "Now - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie" beraten die H2 Mobility als assoziierte Partner.

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