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Erfundene Sieger: Vorsicht vor gefälschten Warentests | BR24

© Christoph Soeder / Picture Alliance

Die Stiftung Warentest warnt vor "Fake-Tests". Hier zu sehen: Kinderspielzeug, das bei Tests besonders negativ aufgefallen ist.

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    Erfundene Sieger: Vorsicht vor gefälschten Warentests

    Die Stiftung Warentest warnt vor unseriösen Produkttests im Internet. Dabei werden Ranglisten für die besten Fernseher, Waschmaschinen und viele andere Produkte erstellt. Ein seriöser Test steckt aber oft nicht dahinter. So erkennen Sie Fakes.

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    Der Trend, im Internet einzukaufen ist deutlich. In der Folge nutzen immer mehr Käufer die Vergleichsportale im Netz. Viele Portale geben aber nur vor, Tests durchzuführen.

    Kundenbewertungen werden zu Bestenlisten

    Manchmal fassen die Anbieter einfach Kundenrezensionen aus dem Netz zusammen und erstellen daraus eine Bestenliste, manchmal nehmen sie auch Infos der Stiftung Warentest und geben sie falsch wieder. Das macht eine ganze Reihe von Vergleichsportale so, zum Beispiel bei Möbeln, wie die Verbraucherschützerin Sandra Schwarz erläutert.

    "Wir haben auch bei einem als gut bewerteten Stuhl im Netz festgestellt: In der Rubrik "Schadstoffe" ist er mangelhaft. Während der Stuhl im Netz eine gute Note bekommt, bekommt er bei uns tatsächlich nur das Urteil mangelhaft." Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest

    Ein vernichtendes Urteil, das Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest über ein sogenanntes Vergleichsportal abgibt. Denn die Nutzung dieses Kinderstuhls kann für das Kind sogar gefährlich werden.

    "Wir hatten außerdem festgestellt, dass man sich bei einer Fritteuse die Finger verbrennen kann: 110 Grad am Deckel haben wir gemessen. Außerdem blieb das Hähnchen blass. Aber diese Fritteuse wurde bei einem Fake-Test-Portal als voll umfänglich zufriedenstellend bezeichnet." Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest

    Trotz renommierter Siegel nicht blind vertrauen

    Oft vertrauen die Verbraucher irgendwelchen Internetseiten, wenn die Logos renommierter Tests dort abgebildet sind. Und das ist der Fehler. Dubiose Vergleichsportale, die zum Beispiel das Siegel der Stiftung Warentest missbrauchen, sprießen wie Pilze aus dem Boden.

    "Das Internet ist voll mit erfundenen Warentests. Und wenn man genauer hinguckt, dann muss man sich schon fragen, was eigentlich getestet wurde. Weil nirgendwo ersichtlich ist, dass die ein Produkt je in der Hand hatten." Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest

    Portale kassieren Provisionen

    Dubiose Vergleichsportale verfolgen einen einzigen Zweck: Kasse zu machen. Klickt der Verbraucher auf ein Produkt, leitet das Portal an einen Onlinehändler weiter. Bei Klick auf Kauf fällt eine Provision von bis zu 15 Prozent für das dubiose Portal an.

    So erkennt man Fake-Test-Portale

    Meist ist es einfach, die dubiosen Seiten und Portale zu entlarven. Häufig bieten fragwürdige Portale nämlich nur tolle Produkte an. Es gibt aber keine Testbeschreibungen und auch keine eigenen Fotos, die nachweisen, dass die Portalbetreiber das Produkt jemals wirklich in der Hand hatten. Und die Kontaktadressen befinden sich meist irgendwo, nur nicht in Deutschland.