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Erfolg im Ausland – Exportpreis Bayern verliehen | BR24

© BR/Karsten Böhne

Sich international zu behaupten, das ist vor allem für kleine Unternehmen schwierig. Fünf von ihnen haben jetzt den Exportpreis Bayern bekommen. Voraussetzung: Maximal 100 Vollzeitmitarbeiter und eine hohe Exportquote.

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Erfolg im Ausland – Exportpreis Bayern verliehen

Sich international zu behaupten, das ist vor allem für kleine Unternehmen schwierig. Fünf von ihnen haben jetzt den Exportpreis Bayern bekommen. Voraussetzung: Maximal 100 Vollzeitmitarbeiter und eine hohe Exportquote.

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Seine Waren in andere Länder exportieren und sich gegen die weltweite Konkurrenz durchsetzen. Viele denken, dass das eigentlich nur was für große Konzerne ist. Aber auch kleine und mittelständische Firmen können hier Erfolg haben. Mit dem Exportpreis Bayern wolle man die Unternehmen würdigen, die mit Mut und Erfolg ihre Chancen auf ausländischen Märkten nutzen, sagt der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

"Mit zum Teil sehr kleinen Teams haben die Preisträger neue Märkte im Ausland kenntnisreich, innovativ und mit bayerischem Charme erschlossen." Hubert Aiwanger, Freie Wähler, Wirtschaftsminister Bayern

Beworben hatten sich dieses Jahr knapp 90 Unternehmen für den Preis von Wirtschaftsministerium, Bayerischem Industrie- und Handelskammertag, der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern und Bayern International.

Handel: Erfolgreich mit gebrauchten Flugzeugsitzen

Die aviationscouts GmbH aus Lichtenfels konnte sich den Preis in der Kategorie Handel sichern. Das Unternehmen vermittelt gebrauchte Flugzeugsitze an Luftfahrtunternehmen. Neben dem An- und Verkauf von Passagiersitzen kümmern sich die Oberfranken auch um das Aufarbeiten und Reparieren der Sitze. Dazu kommt noch das Beschaffen von Ersatzteilen. Seinen Umsatz erwirtschaftet das Unternehmen mit seinen gerade einmal 17 Mitarbeitern fast ausschließlich im Ausland. Neben Europa kommen die Kunden aus Australien, USA, Dubai, Mexiko oder Singapur.

Genussland: Eduard Edel Bonbonfabrik

Erstmals wurde der Exportpreis dieses Jahr in der Kategorie Genussland vergeben. Gewinner ist die Bonbonfabrik Eduard Edel aus Donauwörth. Das Besondere an den Frucht- und Kräuterbonbons: Das Unternehmen mit seinen 65 Mitarbeitern stellt sich individuell auf die Wünsche der Auslandskunden ein. So bekommt die Firma zum Beispiel von Kunden aus Südtirol Apfelmark, Waldhonig oder Zirbelkieferöl geliefert, um diese Rohstoffe in den Bonbons zu verarbeiten. Während die Verbraucher in Asien bunte Bonbonmischungen lieben, mögen sie in den nordischen Ländern scharfe Bonbons und Lakritz. Neben Europa gehen die Produkte nach China, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die USA, insgesamt sind die Schwaben in 30 Ländern vertreten.

© BR

Bonbons der Eduard Edel GmbH

Industrie: Medizinprodukte aus Oberfranken

Mit sterilen Medizinprodukten ist die BioCER Entwicklungs GmbH in mehr als 60 Ländern vertreten, die Exportquote beträgt 80 Prozent. Neben Mitteln zur Blutstillung auf pflanzlicher Basis vertreibt das Bayreuther Unternehmen chirurgische Netzimplantate oder spezielle Beschichtungen für Implantate. Die internationalen Händler betreuen die Oberfranken durch fremdsprachige Mitarbeiter, zum Beispiel über Skype. Trotz großer Hürden beim Zulassen der Medizinprodukte ist das kleine Unternehmen im Export erfolgreich und konnte sich den Preis in der Kategorie Industrie sichern.

Handwerk: Präzisionsmaschinen für den Weltmarkt

Mit gerade einmal 25 Mitarbeitern ist die Wackerbauer Maschinenbau GmbH aus Ampfing weltweit aktiv. Die hochwertigen Präzisionsmaschinen und Maschinenteile sind speziell auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten und werden nach Österreich, Italien, Thailand oder Saudi-Arabien geliefert. Auf Wunsch bilden die Oberbayern ihre Kunden aus, um die Anlage selbst zu warten. Der Preisträger der Kategorie Handwerk hat einen Exportanteil von 40 Prozent.

Dienstleistung: Software für die Mineralölbranche

In der Kategorie Dienstleistung konnte sich die MINOVA Information Services GmbH den Exportpreis sichern. Das Unternehmen aus Würzburg vertreibt seit über 30 Jahren Softwarelösungen mit Schwerpunkt Logistik für die Mineralölbranche. Und deckt dabei Anforderungen von Tanklagerbetreibern, Energiehändlern und Speditionen bis hin zu Betankungsdiensten an Flughäfen ab. Knapp die Hälfte seines Umsatzes macht das kleine Unternehmen mit seinen gut 20 Mitarbeitern im Ausland. Neben Europa haben die Unterfranken Kunden in der Türkei, Saudi-Arabien oder Turkmenistan.