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Menschenmassen an einem Münchner S-Bahnhof
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Autoren

Peter Althammer
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Menschenmassen an einem Münchner S-Bahnhof

Wer seine Fahrt verschieben muss oder will:

Die Bahn rechnet noch den ganzen Tag über mit erheblichen Einschränkungen. Für heute gekaufte Tickets im Fernverkehr behalten daher ihre Gültigkeit bis Sonntag und können flexibel genutzt werden. Bei vielen Tickets wurde zudem die Zugbindung aufgehoben.

Außerdem können bereits gekaufte Tickets zurückgegeben werden. Dazu bietet die Bahn eine Kulanzregelung an. Dafür gibt es verschiedenen Erstattungswege: Für online erworbene Fahrkarten gibt es ein Online-Formular der Bahn, für Karten von einem DB-Reisezentrum, einer Agentur oder einem Automaten sind die Reisezentren und Agenturen zuständig. Weitere Informationen dazu findet man unter bahn.de.

Wer sich verspätet hat:

Bei Verspätungen gibt es einen rechtlichen Anspruch auf Entschädigung. Das gilt auch, wenn ein Streik die Ursache war. Ab einer Stunde Verspätung werden 25 Prozent erstattet, ab zwei Stunden 50 Prozent. Beim "ICE Sprinter" wird der Aufpreis ab 30 Minuten Verspätung zurückgezahlt.

Auch Fahrgäste mit Zeitkarten bekommen ab einer Verspätung von 60 Minuten eine pauschale Entschädigung. Pro Fahrt sind das - je nach Karte - zwischen fünf Euro und 15 Euro.

Die Entschädigungen beantragt man mit dem "Fahrgastrechte-Formular". Es ist bei der Bahn online erhältlich. Oft wird es auch schon im verspäteten Zug an die Fahrgäste ausgeteilt.

In bestimmten Fällen - etwa wenn die planmäßige Ankunftszeit am frühen Morgen liegt oder der Zielbahnhof bis Mitternacht nicht mehr erreicht werden konnte - übernimmt die Bahn auch die Kosten für ein anderes Verkehrsmittel oder eine Hotelübernachtung.

Übrigens: Wer sich den erheblichen Papierkrieg für die Erstattungen ersparen möchte, kann seine Ansprüche auch von Dienstleistern eintreiben lassen. Dafür bezahlt man entweder eine Gebühr oder einen Anteil der Entschädigung. Angebote findet man im Internet.