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Energiewende für daheim? Mini-Photovoltaik auf Bayerns Balkonen | BR24

© Picture Alliance / Jens Büttner

Mini-Photovoltaik für die Energiewende? Der Strom der kleinen Solarpanele kann tatsächlich seinen Teil beitragen.

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Energiewende für daheim? Mini-Photovoltaik auf Bayerns Balkonen

Kleine Solarpanele auf Balkon oder Terrasse können auch einen Beitrag zur Energiewende leisten. Deshalb will das Wirtschaftsministerium für diese Kleinstkraftwerke besser werben. Doch diese Auflagen sind zu beachten.

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Sie wird gerne mal als Guerilla-Photovoltaik bezeichnet. Manche sprechen auch von Solarpiraten. Oder ganz technisch von Plug-In-Solar-Anlagen. Die Rede ist dabei von kleinen Solaranlagen die nur wenige hundert Watt Leistung haben. So gut wie jeder kann eine Balkon-Photovoltaikanlage rein technisch anschließen. Doch bislang hält sich die Verbreitung der Mini-Solarpanele mit rund 40.000 Stück, wie die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) schätzt, noch ziemlich in Grenzen. Das Wirtschaftsministerium will die kleinen Solarpanele nun besser bewerben und über die technische Umsetzung aufklären.

Plug-in-System: Solarpanele einfach in die Steckdose?

Das Entscheidende: Die Solarpanele speisen ihren Strom über eine ganz normale Steckdose ins Hausnetz ein. Der vom Solarmodul auf dem Balkon erzeugte Strom kann damit direkt den Herd, die Waschmaschine oder den Fernseher versorgen. Überschüssiger Strom wird über den Hauszähler einfach ans Netz abgegeben. Allerdings ohne Vergütung. Jeder Mieter kann damit problemlos ein wenig Strom selber erzeugen und möglicherweise die Haushaltskasse damit ein bisschen entlasten.

Strenge Regeln für die kleinen Solarpanele

Dem Bayerischen Wirtschaftsministerium zufolge muss die Anlage aber beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur angemeldet werden und ein Elektriker muss prüfen, ob die Steckdose auch für die Einspeisung von Strom geeignet ist. Außerdem muss sichergestellt werden, dass der häusliche Stromzähler nicht rückwärtslaufen kann.

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie kritisiert Auflagen

Allerdings widerspricht hier die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Sie hält die Vorgaben für zu umfangreich und rechtlich nicht gedeckt. Die DGS geht davon aus, dass es auch möglich ist, technisch geeignete Anlagen einfach zu kaufen und einzustecken – Plug-in. Solar-Rebellen die es darauf aber einfach ankommen lassen, sollten möglicherweise Rechtsstreitigkeiten einplanen.