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Wirtschaft

Energiepreise drücken die Inflationsrate | BR24

© Jens Kalaene/dpa

Lebensmittel an Supermarkt-Kasse

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    Energiepreise drücken die Inflationsrate

    Gesunkene Energiepreise haben die Inflationsrate im September auf den niedrigsten Stand seit 19 Monaten gedrückt. Die Verbraucherpreise stiegen laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 1,2 Prozent an.

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    Die Verbraucherpreise sind in Deutschland von August auf September nicht mehr gestiegen. Billiger waren Heizöl, Gas und Kraftstoffe. Außerdem schwächte sich der Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln wieder ab. Die hatten im August noch deutlich mehr gekostet im Vergleich zum Vorjahr.

    EZB strebt Jahresteuerungsrate von unter zwei Prozent an

    Wohnungsmieten lagen weiterhin über der Inflationsrate. Noch deutlicher verteuerten sich Dienstleistungen. Die Inflation ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank strebt eine Jahresteuerung von knapp zwei Prozent an. Im Durchschnitt der Euroländer liegt die Teuerung nur noch bei knapp ein Prozent.

    Geldpolitik der EZB: Keine Zinserhöhung zu erwarten

    Das liefert der EZB ein Argument für eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik. Da der Leitzins bereits auf Null ist und die Bankeinlagen bei ihr schon mit negativen Zinsen belegt sind, könnte die Notenbank weitere Anleihen kaufen, um damit die Konjunktur anzukurbeln. Die EZB fürchtet, dass es zu einem schädlichen Preisverfall kommen kann, wenn die Inflation zu lange zu niedrig ist. Die von Sparern und Banken ersehnte erste Zinserhöhung rückt damit in immer weitere Ferne.