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Ende im Gelände: Der Wohnungsbau boomt nicht mehr | BR24

© BR / Felix Lincke

Trotz Wohnungsnot in vielen Städten und steigenden Mietpreisen geht die Zahl der Baugenehmigungen inzwischen deutlich zurück. Dabei liegt der Bedarf um ein Vielfaches höher, sagen Experten.

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Ende im Gelände: Der Wohnungsbau boomt nicht mehr

Trotz Wohnungsnot in vielen Städten und steigenden Mietpreisen geht die Zahl der Baugenehmigungen inzwischen deutlich zurück. Dabei liegt der Bedarf um ein Vielfaches höher, sagen Experten.

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Für mögliche Mieter werden immer weniger neue Wohnungen gebaut. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Gestiegen ist in diesem Jahr bis Mai ausschließlich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser - mit einem Plus von 2,3 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, gab es von Januar bis Mai 2,4 Prozent weniger Anträge für 136.300 Wohnungen. Noch stärker war der Rückgang bei Neubauten und bei Mehrfamilienhäusern mit möglichen Mietwohnungen.

Experten: Neubau-Bedarf um ein Vielfaches höher

Neue Einfamilienhäuser werden wie die meisten neuen Wohnungen von den Eigentümern selbst genutzt. In Ballungsräumen, wo Mietwohnungen Mangelware sind, kommt es daher kaum zu einer Entspannung. Nur 120.600 neue Wohnungen wurden insgesamt genehmigt, das ist ein Rückgang um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Experten aus der Bau- und Immobilienwirtschaft sehen einen Bedarf, der um ein Vielfaches höher ist.

Zahl der Umbau-Anträge sinkt

15.700 alte Wohnungen werden den Anträgen zufolge so umgebaut, dass es dafür eine Genehmigung braucht. In vielen Fällen ist eine Renovierung oder Sanierung von Altbeständen aber ohne eine solche Genehmigung möglich. Baufirmen und Handwerker sind immer noch voll ausgelastet mit vielen Aufträgen. Die Zahl der Bauanträge zeigt aber an, dass es künftig weniger werden.