| BR24

 
 

Bild

Symbolbild Lebensversicherung
© dpa/picture alliance

Autoren

Karsten Böhne
© dpa/picture alliance

Symbolbild Lebensversicherung

Erste Versicherer, darunter Branchenprimus Allianz Leben, haben bereits angekündigt, die laufende Verzinsung 2019 stabil zu halten. Das gilt auch für die Axa Lebensversicherungs AG, die Nürnberger Lebensversicherung oder die Alte Leipziger.

Nicht alle Kunden können auf steigende Renditen hoffen

Bis die Verzinsung des Altersvorsorgeklassikers auf breiter Front wieder steigt, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Zudem können nicht alle Kunden auf steigende Renditen hoffen. Bei lukrativen Altpolicen mit einer Garantie von 4 oder 3,25 Prozent dürfte sich in Zukunft nicht viel tun, sagt Lars Heermann von der Ratingagentur Assekurata voraus. Je jünger der Vertrag ist und je geringer damit die Rendite, desto größer ist die Chance, dass die Verzinsung in der Zukunft wieder steigt, so der Finanzexperte.

Überschussbeteiligung sinkt seit geraumer Zeit

Wie sehr sich eine Lebensversicherung lohnt, hängt vom Garantiezins und der sogenannten Überschussbeteiligung ab. Über die Höhe dieser Beteiligung entscheiden die Versicherer je nach Wirtschaftslage und Erfolg ihrer Anlagestrategie jedes Jahr neu.

Wegen der Zinsflaute fällt es den Assekuranzen immer schwerer, die hohen Versprechen von einst an den Kapitalmärkten zu erwirtschaften. Die Folge: Die Überschussbeteiligung sinkt im Schnitt seit geraumer Zeit. Das Zusatzplus im Alter fällt daher geringer aus, als von vielen Verbrauchern erhofft.

Garantiezins auf Talfahrt

Hinzu kommt der Garantiezins, der seit Anfang 2017 für Neuverträge bei mageren 0,9 Prozent liegt. Vor der Jahrtausendwende hatte die Branche Kunden noch mit Garantien von bis zu vier Prozent gelockt. Diese müssen die Unternehmen auch in der Zinsflaute erfüllen. Für neue Verträge wurden die Garantien auf Geheiß der Bundesregierung jedoch nach und nach zurückgeschraubt.