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Elektro-Mobilität als Chance für den ländlichen Raum | BR24

© ARD / Franziska Ritter

Mit einer bundesweiten Aktion wollen Energieerzeuger in ganz Deutschland mit Vorurteilen gegen Elektro-Mobilität aufräumen. Das Motto: Fahrt ins Grüne. Auch bayerische Energieversorger beteiligen sich.

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Elektro-Mobilität als Chance für den ländlichen Raum

Mit einer bundesweiten Aktion wollen Energieerzeuger in ganz Deutschland mit Vorurteilen gegen Elektro-Mobilität aufräumen. Das Motto: Fahrt ins Grüne. Auch bayerische Energieversorger beteiligen sich.

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Mehr als 60 Energieversorger beteiligen sich mit Aktionen in Städten und Gemeinden an der Aktion "Fahrt ins Grüne". In Bayern unter anderem die Bayernwerk AG in Regensburg, the Mobility House GmbH in München oder die Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH.

Energiebranche: Ladeinfrastruktur wächst

Die Energiebranche will auf diesem Wege Vorbehalte gegenüber der Technologie aus dem Weg räumen. Zum Beispiel, dass man mit einem E-Auto nicht weit kommt, weil es keine Ladesäulen gibt. Die Ladeinfrastruktur in Deutschland wachse mit ordentlicher Geschwindigkeit, so der Ladesäulenbetreiber Allego, der gerade expandiert.

"Allerdings sind nun auch die Fahrzeughersteller gefordert, massentaugliche E-Fahrzeugmodelle für den privaten Gebrauch, den ÖPNV sowie für Lieferverkehre anzubieten." Ulf Schulte, Managing Director des Ladesäulenbetreibers Allego

Pendlern soll ein Ladevorgang pro Woche reichen

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, der zu den bundesweiten Aktionen aufgerufen hat, argumentiert mit Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So haben 76 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland einen maximalen täglichen Hin- und Rückweg zur Arbeit von knapp 50 Kilometern, wöchentlich also von 250 Kilometern. Bereits heute hätten E-Fahrzeuge durchschnittlich eine Reichweite von etwa 250 bis 300 Kilometern, so der Verband. Pendlern würde also schon heute ein Ladevorgang pro Woche reichen.

"Es heißt zwar oft, E-Mobilität sei vor allem für Metropolen geeignet. Aber: E-Mobilität funktioniert auch auf dem Land. 85 Prozent der Ladevorgänge finden zu Hause oder im Betrieb statt. Dafür werden sog.Wandboxen benötigt. Hier ist der ländliche Raum gegenüber Metropolregionen sogar im Vorteil, da auf dem Land die Eigenheim-Quote höher ist." Christian Meyer-Hammerström, Vizepräsident BDEW

Jeder vierte Deutsche ist E-Autos gegenüber skeptisch

Um den Einbau von privaten Ladesäulen in Mehrfamilienhäusern zu erleichtern, müsse die Politik das Miet- und Wohneigentumsrecht ändern, fordert der Verband.

Ganz ausräumen lassen sich die Zweifel der Skeptiker wohl aber nicht: So fand der Verband in einer Studie heraus, dass nur jeder vierte Deutsche glaubt, dass Elektroautos innerhalb der kommenden fünf Jahre zum normalen Straßenbild gehören werden.

Auf steigende Neuzulassungen vorbereitet

Auch eine weitere Sorge wollen die Energieversorger ansprechen: Dass unser Stromnetz für Millionen von Elektroautos nicht gewappnet ist. Der Energieversorger E.ON SE rüstet hier auf.

"Wir sind selbst auf rasant steigende Neuzulassungen gut vorbereitet und werden zusätzlich 2,5 Mrd. in den Ausbau und die Digitalisierung unserer Stromnetze bis zum Jahr 2045 investieren. Bei einer Vollelektrifizierung sind das 400 Euro je E-Auto. An unseren Stromnetzen wird die Elektromobilität sicher nicht scheitern." Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON SE

Die Aktionen der Energieversorger dauern noch bis Samstag.