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Tarifabschluss im Einzelhandel: Beschäftigte bekommen mehr Geld | BR24

© dpa-Bildfunk/Guido Kirchner

Mitarbeiter sortieren in einem Textilgeschäft Kleidungsstücke

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    Tarifabschluss im Einzelhandel: Beschäftigte bekommen mehr Geld

    Nach einem langen Tarifkonflikt haben sich in München die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Bayern auf einen Tarifvertrag geeinigt. Demnach steigen die Einkommen rückwirkend zum 1. Juli um bis zu drei Prozent.

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    Die Erhöhung des Einkommens ist gedeckelt, und zwar auf 77,50 Euro. Laut Verdi sind das genau die drei Prozent beim Endgehalt einer Verkaufskraft (2.583 Euro). Wer höher eingruppiert ist, bekommt auch nur diesen Betrag.

    Ab 1. Mai 2020: Nochmals ein Plus von 1,8 Prozent für alle

    Im nächsten Jahr dann steigen die Einkommen ab Mai um weitere 1,8 Prozent. Die Vergütung der Auszubildenden wird heuer je nach Ausbildungsjahr zwischen 45 und 60 Euro angehoben, 2020 dann zwischen 50 und 80 Euro.

    Langer Tarifkonflikt mit mehr als 1.000 Warnstreiks

    Damit endet eine hart geführte Tarifrunde im bayerischen Einzelhandel. Die Gewerkschaft kommt auf über 1.000 Warnstreiks in mehr als 150 Betrieben. Dementsprechend fielen auch die ersten Reaktionen der Tarifpartner aus. Der Verhandlungsführer von Verdi, Hubert Thiermeyer, verwies darauf, dass "nur durch den mutigen Einsatz der vielen tausend Streikenden im Handel" der Tarifabschluss erreicht werden konnte.

    "Die Arbeitgeber konnten sich mit ihrem Programm der Reallohnsenkung nicht durchsetzen". Hubert Thiermeyer, Verdi Bayern

    Neuer Tarifvertrag läuft zwei Jahre

    Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten, für die Arbeitgeber gebe diese lange Laufzeit den Firmen Planungssicherheit.

    "Das erzielte Ergebnis geht bis an die Grenze der Belastbarkeit der Unternehmen." Melanie Eykmann, Tarifgeschäftsführerin beim Handelsverband Bayern

    Im Einzelhandel in Bayern arbeiten rund 535.000 Beschäftigte. Davon können sich etwa 300.000 auf den Tarifvertrag berufen.